Peter Kurth: Ein deutscher Schauspieler im detaillierten Porträt
Peter Kurth zählt zu den profiliertesten deutschen Schauspielern seiner Generation. Besondere Bekanntheit erlangte er durch seine markanten Rollen in erfolgreichen Krimireihen wie Tatort und Babylon Berlin. Als Hauptkommissar Henry Koitzsch in der ARD-Reihe Polizeiruf 110 aus Halle an der Saale begeisterte er über Jahre hinweg ein breites Publikum. Dieser Artikel beleuchtet seinen beruflichen Werdegang, private Einblicke und künstlerische Meilensteine.
Der künstlerische Werdegang eines Ausnahmetalents
Geboren 1957 in Güstrow, begann Peter Kurth seine schauspielerische Laufbahn nach dem Abitur an der Hochschule für Musik und Theater Rostock, die damals als Staatliche Schauspielschule Rostock firmierte. Seine frühe Karriere führte ihn an zahlreiche renommierte Theaterbühnen:
- Engagements in Magdeburg, Stendal, Chemnitz und Leipzig
- Ensemblemitglied am Thalia Theater Hamburg von 2000 bis 2006
- Wechsel zum Maxim-Gorki-Theater Berlin ab 2006
Parallel zu seiner Theaterarbeit etablierte sich Kurth bereits in den frühen 2000er-Jahren als gefragter Film- und Fernsehdarsteller. Zu seinen bekanntesten Produktionen dieser Phase zählen der Kultfilm Good Bye, Lenin!, Hallesche Kometen und Ein Freund von mir. Von 2011 bis 2015 bereicherte er zudem das Frankfurter Tatort-Team mit seiner Präsenz.
Höhepunkte und Auszeichnungen einer bemerkenswerten Karriere
Für seine herausragenden schauspielerischen Leistungen wurde Peter Kurth mehrfach gewürdigt. Besondere Anerkennung erhielt er 2016 mit dem Deutschen Schauspielerpreis für seine Rolle im Spielfilm Herbert, für den er im selben Jahr auch den Deutschen Filmpreis entgegennahm. Internationale Bekanntheit erlangte er durch seine Mitwirkung in der preisgekrönten Krimiserie Babylon Berlin.
Seit 2021 verkörperte Kurth an der Seite von Peter Schneider den Hauptkommissar Henry Koitzsch im Halleschen Polizeiruf 110. Diese Rolle markierte einen weiteren Karrierehöhepunkt, doch bereits am 15. Februar 2026 verabschiedete sich der Schauspieler in der Folge Der Wanderer zieht von dannen von dieser Figur. Trotz hervorragender Quoten wird die Hallesche Ausgabe der Reihe aller Voraussicht nach keine Fortsetzung erfahren.
Das Privatleben und weitere künstlerische Betätigungen
Privat ist Peter Kurth mit der Schauspielerin Susanne Böwe verheiratet. Das Paar lebt gemeinsam in Berlin. Abseits der Bühne und Kamera schätzt der Künstler motorisierte Zweiräder und widmet sich leidenschaftlich dem Klarinettenspiel. Über weitere private Details hält sich der zurückhaltende Schauspieler bedeckt.
Neben seiner umfangreichen Arbeit vor der Kamera und auf der Theaterbühne betätigt sich Kurth auch als Synchronsprecher und hat seine markante Stimme bereits zahlreichen Hörspielen geliehen.
Ausgewählte Film- und Fernsehproduktionen
Die filmische Bandbreite Peter Kurths zeigt sich in dieser repräsentativen Auswahl seiner Arbeiten:
- 2000–2026: Polizeiruf 110 (Fernsehreihe)
- 2003: Good Bye, Lenin! (Kinofilm)
- 2011–2015: Tatort Frankfurt (Fernsehreihe)
- 2017–2023: Babylon Berlin (Fernsehserie)
- 2021: Ferdinand von Schirach – Glauben (Fernsehfilm)
- 2025: Franz K. (Kinofilm)
Bedeutende Auszeichnungen im Überblick
Die Qualität von Kurths schauspielerischem Schaffen spiegelt sich in dieser Auswahl seiner Ehrungen wider:
- 2004: Rita-Tanck-Glaser-Schauspielpreis der Hamburgischen Kulturstiftung
- 2014: Schauspieler des Jahres vom Theatermagazin Theater heute
- 2016: Deutscher Filmpreis für Herbert
- 2016: Deutscher Schauspielerpreis für Herbert
- 2022: Blauer Panther – TV & Streaming Award als bester Schauspieler
Peter Kurths Karriere verkörpert das Ideal des vielseitigen Bühnenschauspielers, der sich gleichzeitig als charismatischer Film- und Fernsehdarsteller etablierte. Seine Rollen, insbesondere im Krimigenre, haben das deutsche Fernsehland nachhaltig geprägt und ihm einen festen Platz im kulturellen Gedächtnis gesichert.



