Letzter Auftritt: Polizeiruf-Kommissare aus Halle gehen in den Ruhestand
Polizeiruf Halle: Letzter Fall für Kurth und Schneider

Abschied von Halle: Polizeiruf-Kommissare beenden ihre Ermittlungen

Der dritte Fall ist zugleich der letzte: Mit „Der Wanderer zieht von dannen“ (ARD, 20.15 Uhr) verabschieden sich die Polizeiruf-Kommissare Koitzsch und Lehmann aus Halle. Gespielt werden die Ermittler von Peter Kurth (68) und Peter Schneider (51). Im wahren Leben zeigen sich beide Schauspieler verärgert über die Entscheidung des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR), die Reihe einzustellen.

Kritik am Sender: Kommunikationsprobleme und gebrochene Absprachen

Peter Kurth übt scharfe Kritik an der Kommunikation des Senders. „Die Art und Weise, wie der MDR mit uns umgegangen ist, lässt zu wünschen übrig“, so der Schauspieler. Sein Kollege Peter Schneider wirft den TV-Machern in der „Hörzu“ vor, sich nicht an getroffene Vereinbarungen zu halten. Beide bedauern das abrupte Ende ihrer Zusammenarbeit mit dem MDR zutiefst.

Der letzte Fall: Ein Senioren-Serienkiller in Halle

Die Handlung des Abschiedsfilms ist spannend und komplex: Eine ältere Frau wird tot in ihrer Badewanne aufgefunden. Zunächst scheint es sich um einen Stromunfall durch ein ins Wasser gefallenes Radio zu handeln. Doch Kommissar Koitzsch entdeckt eine blaue Blume auf der Fensterbank, die ihn an einen früheren Mordfall erinnert. Schnell wird klar: In Halle treibt ein Senioren-Serienkiller sein Unwesen, der in Wohnungen einbricht, ohne Spuren zu hinterlassen. Der Schlüssel zur Lösung des Falls liegt überraschenderweise bei einem Schlüsseldienst.

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Eine entscheidende Rolle spielt dabei Jürgen von der Technik, gespielt von Andreas Keller (68). Er gibt den Kommissaren einen wichtigen Hinweis, der sie auf die richtige Spur bringt.

Lohnt sich das Anschauen? Ein klares Ja!

Die Frage, ob man sich den Film ansehen sollte, lässt sich eindeutig beantworten: Ja! „Der Wanderer zieht von dannen“ bietet eine fesselnde Geschichte, die typisch ist für die Qualität der Halle-Reihe. Umso bedauerlicher ist es, dass der MDR die beliebten Ermittler Koitzsch und Lehmann in die Zwangsrente schickt. Der knurrig-wortkarge Koitzsch und sein Kollege-Kumpel Lehmann haben sich über die Jahre eine treue Fangemeinde erarbeitet.

Die BILD-Note von 2 unterstreicht die hohe Qualität des Abschiedsfilms. Es bleibt die Frage: Warum beendet der MDR eine so erfolgreiche und beliebte Reihe? Für die Zuschauer bedeutet dies den Verlust zweier charismatischer Ermittler, die das Gesicht des Polizeirufs aus Halle maßgeblich geprägt haben.

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