Pumuckl-Skulptur in Landshut erneut Opfer von Zerstörungswut
Die Stadt Landshut ehrt derzeit den berühmten Kobold Pumuckl und seinen Schöpfer, den Autor Ellis Kaut, mit einer besonderen Ausstellung. Im Rahmen dieser Veranstaltung sind versteckte Pumuckl-Skulpturen im gesamten Stadtgebiet zu finden. Doch eine dieser Figuren ist bereits zum zweiten Mal Ziel von mutwilliger Zerstörung geworden.
Engagierte Rettungsaktion einer Praktikantin
Yvonne Laczay, eine Schülerpraktikantin der Mediengruppe, stieß bei ihren Recherchearbeiten auf die beschädigte und verschwundene Pumuckl-Figur. Ohne zu zögern, nahm sie die Skulptur an sich und brachte sie sicher ins Landshut-Museum. Dort übergab sie die Figur an Verena Linseis-Meier von den Museen der Stadt Landshut.
Die Rettung der Kultfigur erfolgte am 27. März 2026 gegen 22:32 Uhr und zeigt das Engagement der jungen Generation für den Erhalt kultureller Werte. Die Figur war Teil einer stadtweiten Kunstaktion, die Besucher dazu einlädt, die versteckten Pumuckl-Darstellungen zu entdecken.
Wiederholter Vandalismus sorgt für Empörung
Bereits zum zweiten Mal wurde diese spezifische Pumuckl-Skulptur abgerissen, was bei den Verantwortlichen und der Bevölkerung für große Empörung sorgt. Die Museen der Stadt Landshut hatten die Ausstellung mit viel Aufwand organisiert, um die Bedeutung von Ellis Kauts Werk für die Region zu würdigen.
Die mutwillige Zerstörung kultureller Symbole wie der Pumuckl-Figur wird von vielen als reine Zerstörungswut kritisiert. Die Figur stellt nicht nur eine Hommage an den beliebten Kinderbuchcharakter dar, sondern ist auch Teil des städtischen Kulturerbes.
Hintergrund der Pumuckl-Ehrung in Landshut
Die Ausstellung und die versteckten Skulpturen in Landshut haben mehrere Ziele:
- Die Würdigung von Meister Eder und seinem Pumuckl als kulturelles Phänomen
- Die Förderung des Tourismus durch interaktive Kunst im Stadtraum
- Die Einbindung der Bevölkerung in kulturelle Aktivitäten
- Die Bewahrung literarischer Traditionen für kommende Generationen
Die gerettete Skulptur wird nun im Landshut-Museum fachgerecht restauriert und vor weiterem Vandalismus geschützt. Die Stadtverwaltung prüft derzeit zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen für die verbleibenden Figuren im öffentlichen Raum.



