SKD Dresden präsentieren seltene Kaiserliche China-Schätze nach Diebstahlsgerüchten
SKD Dresden zeigen seltene Kaiserliche China-Schätze

Seltene Schätze aus dem Kaiserlichen China in Dresden zu sehen

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) präsentieren ab dem 1. April im Residenzschloss drei außergewöhnliche Kunstwerke aus dem Kaiserlichen China. Diese seltenen Objekte stehen exemplarisch für die herausragende Ästhetik und Kunstfertigkeit ihrer jeweiligen Dynastien und waren zuletzt Gegenstand öffentlicher Spekulationen.

Öffentliche Aufmerksamkeit nach Diebstahlsberichten

Die Ausstellung mit dem Titel „Im Fokus: Drei seltene Schätze des Kaiserlichen Chinas“ zeigt zwei Objekte, über die im Februar Schlagzeilen gemacht wurden. Damals berichteten Medien über mögliche Diebstahlspläne für wertvolle Stücke der Porzellansammlung im Zwinger, wobei ausländische Sicherheitsbehörden Hinweise geliefert haben sollen. Die SKD hatten diese Meldungen nicht kommentiert, informierten jedoch im Januar über einen gezielten Hackerangriff.

Die drei kostbaren Exponate im Detail

Die Ru-Schale: Dieses unscheinbare, aus glasiertem Steinzeug gefertigte Gefäß stammt aus der nördlichen Song-Dynastie (960–1127) und diente einst als Pinselwaschschale. Mit einem Alter von etwa 900 Jahren gehört sie zu den seltensten und wertvollsten Objekten der chinesischen Keramik. Weltweit sind nur noch 89 Ru-Keramiken bekannt.

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Die Drachenvase: Gefertigt für den Hof des Kaisers Qianlong (1735–1795), ist diese Vase mit neun leuchtend bemalten Drachen verziert, die über Meer und Himmel aufsteigen. Sie gilt als Meisterwerk der kaiserlichen Porzellankunst der Qing-Dynastie. In der chinesischen Kultur symbolisiert die Zahl Neun die Ewigkeit, während der Drache das wichtigste Symbol kaiserlicher Macht darstellt.

Das Schnupftabaksfläschchen: Dieses kaum fünf Zentimeter große Objekt wurde lange für eine europäische Arbeit im chinoisen Stil gehalten. Erst 2013 erkannte man es als seltenes und frühes Beispiel chinesischer Emailkunst der Qing-Dynastie. Seine Herkunft konnte auf die kaiserlichen Palastwerkstätten in Peking zurückgeführt werden, wo ausschließlich Werke höchster Qualität für den Kaiserhof entstanden.

Historischer Hintergrund der Dresdner Sammlung

Die SKD bewahren die größte Sammlung frühneuzeitlichen Porzellans aus China und Japan außerhalb Asiens. Dieser Bestand repräsentiert einen Querschnitt dessen, was im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert in Europa gesammelt wurde. Der historische Kern der kurfürstlich-königlichen Sammlung von August dem Starken und August III. wurde ab Mitte des 19. Jahrhunderts durch Tausch und Kauf um Keramiken aus aller Welt erweitert.

Internationale Zusammenarbeit und kulturelle Verbindung

In einer Vereinbarung mit dem Palastmuseum Hongkong haben sich die SKD verpflichtet, ihre Bestände ostasiatischer Kunst künftig intensiver mit Experten der Palastmuseen in Hongkong und Peking zu untersuchen. Die aktuelle Präsentation unterstreicht, dass gegenseitiger Respekt sowie künstlerisches und wissenschaftliches Streben nach Präzision China und Deutschland in besonderer Weise verbinden.

Die Ausstellung ist bis Ende Juni im Residenzschloss Dresden zu sehen und bietet Besuchern die seltene Gelegenheit, diese kostbaren Zeugnisse kaiserlicher chinesischer Kunst persönlich in Augenschein zu nehmen.

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