Cornamusa verzaubert Schwerin mit keltischer Bühnenshow: Irish Dance trifft auf emotionale Geschichte
Wenn Dudelsackklänge durch den Saal schallen und rhythmische Tanzschritte über die Bühne hallen, entsteht eine magische Atmosphäre, die das Publikum unmittelbar in eine andere Welt entführt. Am Samstag, dem 21. Februar, verwandelte die Produktion "World of Pipe Rock and Irish Dance" die Schweriner Sport- und Kongresshalle in eine keltische Bühne voller Emotionen, Livemusik und beeindruckender Tanzkunst.
Eine tragische Liebesgeschichte als emotionaler Kern
Im Mittelpunkt der Bühnenshow steht eine bewegende Liebeserzählung, die vor dem historischen Hintergrund der Jakobitenaufstände angesiedelt ist. Diese Geschichte wird wie ein Musical inszeniert und durch Irish Stepdance, musikalische Höhepunkte sowie kurze Moderationen getragen. Dramatische Szenen wechseln sich mit leichteren Momenten ab, bevor die Handlung immer wieder emotionale Tiefe erreicht und für spürbare Gänsehaut im gesamten Saal sorgt.
Mitreißende Mischung aus Musik, Tanz und visuellen Elementen
Eine siebenköpfige Liveband kreiert eine abwechslungsreiche Klangwelt, die traditionelle Folk-Elemente mit gefühlvollen Gesangspassagen und kraftvollen Rockeinflüssen verbindet. Bekannte Melodien treffen auf neue Arrangements und erzeugen einen Spannungsbogen, der sowohl berührt als auch antreibt. Detailreiche Kostüme mit traditionellen irischen Anklängen und modernen Showelementen unterstreichen die wechselnden Stimmungen, während aufwendige Projektionen Klosteranlagen, historische Szenen oder weite Landschaften der schottischen Highlands entstehen lassen.
Besonders eindrucksvoll wirken die A-cappella-Passagen, in denen allein die rhythmischen Schritte der Tänzer den Takt vorgeben – ein Moment, der im Saal für gespannte Stille sorgt und die Präzision der Darbietung unterstreicht.
Monatelange Vorbereitung und choreografische Meisterleistung
Hinter der dynamischen Bühnenshow steckt intensive Vorarbeit. Die Choreografen und Solisten Nicole Ohnesorge und Gyula Glaser entwickeln jede Produktion neu aus der erzählerischen Grundlage heraus. "Zuerst ist die Geschichte da – daraus entstehen Musik und Choreografie Schritt für Schritt", erklärt Ohnesorge. Über Monate hinweg werden Ideen entwickelt, verändert und schließlich mit der Band zusammengeführt, sodass Tanz und Musik perfekt ineinandergreifen.
Als persönliches Highlight beschreibt Glaser einen dramaturgischen Wendepunkt, bei dem sein Charakter Finn gefangen genommen wird und die Stimmung von leicht zu dramatisch kippt. "Hier merkt das Publikum, dass sich die Richtung verändert", sagt er. Ein weiteres Markenzeichen der Produktion ist eine A-cappella-Sequenz, bei der auf Türen getanzt wird und allein die perkussiven Bewegungen den Rhythmus bestimmen – eine Szene, die jedes Jahr neu interpretiert wird.
Begeisterte Fans und emotionale Reaktionen
Im Publikum sitzen sowohl langjährige Anhänger als auch viele Erstbesucher. Erwin aus Geesthacht begleitet Cornamusa bereits seit 2013 und reist der Show regelmäßig hinterher. "Ich habe schon viele Produktionen gesehen, aber hier stimmt einfach alles. Es ist besonders und sehr emotional", berichtet der 65-Jährige. Eine Zuschauerin (60) ergänzt: "Die Kostüme und die Bilder auf der Bühne sind einfach wunderschön. Man fühlt sich wirklich wie in einer anderen Welt. Ich habe auch Pipi in den Augen gehabt."
Wiedersehen in Schwerin bereits angekündigt
Für die Veranstalter ist Schwerin ein besonderer Tourstopp. Torsten Bähring betont die besondere Verbindung zum Publikum in der Landeshauptstadt: "Wir kommen immer wieder gern nach Schwerin. Das Publikum hier ist unglaublich aufmerksam und begeistert". Besonders geschätzt wird die Atmosphäre in der Sport- und Kongresshalle, die sowohl für die Künstler als auch für die Zuschauer eine besondere Nähe zur Bühne ermöglicht.
Noch während der Show richtete Bähring persönliche Worte an das Publikum und versprach unter Applaus: Cornamusa werde auch im kommenden Jahr wieder in der Landeshauptstadt gastieren. Zunächst setzt die Produktion ihre Tour jedoch fort. Am Sonntag, dem 22. Februar 2026, macht "World of Pipe Rock and Irish Dance" in der LKH Arena in Lüneburg Station, gefolgt von Auftritten im Jahnsportforum in Neubrandenburg am 28. Februar und in der Uckerseehalle in Prenzlau am 1. März.



