Caroline Harant alias DJ gem.ini: Ein Leben ohne Rauschmittel in der Techno-Szene
Caroline Harant, die unter dem Künstlernamen gem.ini als DJ in Berliner Techno-Clubs auftritt, hat einen tiefgreifenden Wandel durchlebt. In einem exklusiven Interview mit Sonja Dawson, veröffentlicht am 27.02.2026 im SPIEGEL, berichtet sie offen über ihre Vergangenheit, in der Alkohol und Drogen fester Bestandteil ihres Berufslebens waren. Heute legt sie nur noch nüchtern auf – eine Entscheidung, die aus einem beruflichen Tiefpunkt resultierte.
Der berufliche Tiefpunkt: Ein Auftritt, der zum Abbruch führte
Harant beschreibt einen Vorfall, der ihr Denken nachhaltig veränderte. „Ich war so sehr betrunken, dass man mich gebeten hat, den Auftritt abzubrechen“, erzählt sie. Dieser Moment markierte einen Wendepunkt in ihrer Karriere. Sie erkannte, dass der Konsum von Substanzen nicht nur ihre Gesundheit, sondern auch ihre Professionalität als DJin gefährdete. Die Szene, die oft mit Partys und Rausch assoziiert wird, zwang sie zur Reflexion über ihre eigenen Grenzen.
Die Techno-Szene und der Verzicht auf Drogen
In dem Interview geht Harant auch auf die Herausforderungen ein, in einer Umgebung zu arbeiten, in der Drogenkonsum weit verbreitet ist. Sie betont, dass ein Leben ohne Alkohol und Drogen in der Techno-Szene möglich ist, erfordert aber Disziplin und ein starkes Selbstbewusstsein. „Es geht darum, die Musik und die Energie der Crowd nüchtern zu erleben“, erklärt sie. Ihre Erfahrungen zeigen, dass Kreativität und Leistungsfähigkeit nicht von Substanzen abhängen müssen.
Harants Geschichte wirft ein Licht auf ein oft tabuisiertes Thema in der Musikbranche. Sie ermutigt andere Künstler, über ihren Konsum nachzudenken und gegebenenfalls Hilfe zu suchen. Ihr Weg vom Rausch zur Nüchternheit dient als Inspirationsquelle für viele in der Szene, die ähnliche Kämpfe durchmachen.



