ESC-Sicherheit: ORF sieht trotz Iran-Konflikt keine Notwendigkeit für Nachschärfungen
ESC-Sicherheit: ORF sieht keine Notwendigkeit für Nachschärfungen

ESC-Sicherheitskonzept bleibt unverändert trotz internationaler Spannungen

Der Österreichische Rundfunk (ORF) als Gastgeber des diesjährigen Eurovision Song Contests (ESC) in Wien sieht aktuell keine Notwendigkeit, das umfangreiche Sicherheitskonzept aufgrund des anhaltenden Iran-Kriegs nachzuschärfen. Das bereits bestehende Sicherheitskonzept sei explizit auf die derzeitige Weltlage ausgelegt, betonte Chef-Producer Michael Krön in einer aktuellen Stellungnahme.

Intensive Abstimmungen mit internationalen Partnern

Das Thema Sicherheit wurde in den vergangenen Wochen sehr intensiv mit der Europäischen Rundfunkunion (EBU) sowie allen teilnehmenden Delegationen besprochen. Wir bleiben in einem sehr engen und kontinuierlichen Austausch mit den österreichischen Sicherheitsbehörden sowie internationalen Partnern, so Krön weiter. Das Sicherheitskonzept umfasst beeindruckende 400 Seiten und sieht unter anderem vor:

  • Ein generelles Verbot der Mitnahme von Taschen und größeren Gepäckstücken
  • Eine verpflichtende Sicherheitsschleuse für alle Besucherinnen und Besucher, vergleichbar mit Flughafenkontrollen
  • Umfassende Abstimmungen mit lokalen und internationalen Sicherheitskräften

Israelische Teilnahme und politischer Kontext

Unter den teilnehmenden Nationen befindet sich auch Israel, das im ersten Halbfinale am 12. Mai mit dem mehrsprachigen Song Michelle und dem Interpreten Noam Bettan antreten wird. Bereits im Vorfeld des ESC hatte es kontroverse Diskussionen um die israelische Teilnahme gegeben, insbesondere im Zusammenhang mit dem Gaza-Konflikt. Der ORF betont jedoch, dass alle Sicherheitsaspekte für alle teilnehmenden Länder gleichermaßen berücksichtigt werden.

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Künstlerisches Konzept und 70-jähriges Jubiläum

Neben den Sicherheitsfragen steht das künstlerische Konzept der Show im Mittelpunkt der Vorbereitungen. ORF-Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz erklärte: Unser Konzept konzentriert sich auf die Präsentation Österreichs, den besonderen Humor unserer Bevölkerung und deren charakteristische Eigenheiten. Zudem spielt das 70-jährige Jubiläum des ESC eine zentrale Rolle, der 1956 unter dem Namen Grand Prix Eurovision de la Chanson seine Premiere feierte.

Passend zum Jubiläum präsentierte der ORF auch das offizielle Maskottchen des 70. Eurovision Song Contests: Die Plüschfigur Auri wird die Veranstaltung in Wien begleiten und symbolisiert die freundliche Atmosphäre des Musikspektakels.

Zweite Chance auf begehrte Tickets

Für alle, die im Mai live dabei sein möchten, gibt es eine weitere Möglichkeit, an Tickets zu gelangen. Am 26. März werden voraussichtlich mehrere Tausend Restkarten zum Verkauf angeboten. Diese stammen unter anderem aus nicht vollständig ausgeschöpften Kontingenten der teilnehmenden Länder. Allerdings gilt eine wichtige Einschränkung: Nur Personen, die sich bereits während der ersten Verkaufswelle im Dezember bei der EBU als Interessenten registriert hatten, können sich nun erneut um die begehrten Eintrittskarten bemühen.

Termine des Musikspektakels

Die Halbfinals des Eurovision Song Contests finden am 12. und 14. Mai statt, während das große Finale für den 16. Mai geplant ist. Der ESC gilt weltweit als eines der größten und meistbeachteten Musikereignisse überhaupt und zieht regelmäßig Hunderte Millionen Zuschauer vor den Bildschirmen an. Die Veranstaltung in Wien verspricht nicht nur musikalische Höhepunkte, sondern auch ein umfassendes Sicherheitskonzept, das den aktuellen geopolitischen Herausforderungen Rechnung trägt.

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