Rapper Finch entschuldigt sich nach Stalker-Profilbild-Kontroverse
Finch entschuldigt sich für Stalker-Profilbild

Rapper Finch entschuldigt sich nach Stalker-Profilbild-Kontroverse

Der deutsche Rapper Finch (bürgerlich Nils Wehowsky, 35) hat sich nach einer öffentlichen Kontroverse um sein zeitweiliges Instagram-Profilbild entschuldigt. Das Bild zeigte einen Mann, der die Internet-Persönlichkeit HoneyPuu (bürgerlich Isabell Schneider, 26) seit über anderthalb Jahren über Social Media stalkt. Die Diskussion eskalierte, nachdem Finch zunächst die Kritik an seinem Verhalten zurückwies.

Anfängliche Verteidigung und späte Einsicht

In einem mittlerweile gelöschten Video-Clip aus seinem Thailand-Urlaub auf Koh Phangan reagierte der Musiker zunächst empört auf die Vorwürfe. „Ich habe echt lange darüber nachgedacht, ob ich das Thema mal anschneide – eigentlich hatte ich keinen Bock darauf“, sagte Wehowsky. Er warf seinen Kritikern vor, „eine Alibi-feministische Aktion“ zu betreiben und betonte, dass seine Entscheidung für das Profilbild nichts mit dem konkreten Stalking-Fall zu tun habe.

Der Rapper mit einer Million Instagram-Followern argumentierte, dass sich durch sein Profilbild nichts an der Situation ändere und verwies auf andere Influencer, die seiner Meinung nach für Klicks auf alles reagieren. „Ihr habt alle genauso Dreck am Stecken!“, lautete seine Aussage in dem entfernten Beitrag.

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Kurswechsel nach privaten Gesprächen

Kurz darauf vollzog Finch jedoch eine deutliche Kehrtwende. In einem weiteren Video gestand er ein, nicht lange nachgedacht, sondern sofort in eine defensive Haltung verfallen zu sein. „Manchmal braucht es Leute aus dem privaten Umfeld, die einem den Kopf waschen“, erklärte er seinen Sinneswandel.

Der Musiker entschuldigte sich aufrichtig für seinen Fehler und kündigte an, das Thema nicht weiter zu befeuern. Bereits Anfang März hatte Finch in einem ebenfalls gelöschten Instagram-Clip spöttisch auf den Stalker reagiert, was die Kritik zusätzlich anheizte.

Hintergrund der Kontroverse

Das umstrittene Profilbild zeigte einen Mann, der HoneyPuu seit längerem über soziale Medien verfolgt. Finch betonte zwar, die Profile des Stalkers schon vor dem konkreten Fall gekannt zu haben, doch die Darstellung des psychisch labilen Mannes als Profilbild löste breite Empörung aus.

Der Rapper, der 2021 das Wort „Asozial“ aus seinem Künstlernamen strich, sah sich erneut mit entsprechenden Vorwürfen konfrontiert. Seine späte Entschuldigung markiert das Ende einer öffentlichen Auseinandersetzung, die Fragen zum Umgang mit Stalking-Opfern und zur Verantwortung von Influencern aufwarf.

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