Rapper Haftbefehl gesteht erneuten Kokainkonsum nach Therapie
Die Netflix-Dokumentation "Babo – Die Haftbefehl-Story" zeigte im vergangenen Herbst das bewegte Leben des Rap-Stars Haftbefehl (40) zwischen Erfolg, Exzessen und Drogenabhängigkeit. Nach einem Klinikaufenthalt schien der Musiker den Weg der Besserung eingeschlagen zu haben. Doch in einem aktuellen Podcast offenbart der Künstler nun einen schweren Rückfall.
Von der Rekonstruktion zum erneuten Einbruch
In dem RTL-Podcast "Nina und Aykut" berichtet Haftbefehl, bürgerlich Aykut Anhan, über seine gesundheitliche Entwicklung nach der Dokumentation. "Nach dem Klinikaufenthalt ging es mir viel besser", erklärt der Rapper. Die jahrelangen Drogenexzesse hatten jedoch deutliche Spuren hinterlassen: "Ich hatte extrem zugenommen, wie man auch in der Doku sehen kann." Besonders seine durch den Kokainkonsum geschädigte Nase war immer wieder Gesprächsthema. Im Januar 2026 ließ er sie daher operativ rekonstruieren.
Doch die Besserung war nur von kurzer Dauer. "Dann habe ich wieder angefangen, Drogen zu nehmen, und meine Nase ist direkt wieder eingekracht", gesteht Haftbefehl offen. Er begab sich zwar erneut in eine Klinik in Villingen-Schwenningen, verließ diese jedoch nach nur zwei Tagen und begann direkt wieder mit dem Konsum.
Tiefpunkt durch tragischen Verlust
Im Juli 2025 erreichte die Abwärtsspirale einen tragischen Höhepunkt. Der plötzliche Tod von Rapper Xatar, einem engen Freund und Mentor von Anhan, traf Haftbefehl schwer. Der Verlust, kombiniert mit dem anhaltenden Drogenkonsum, überforderte den Musiker komplett – er fiel ins Koma.
In der Folgezeit zeigte sich Haftbefehl öffentlich ausschließlich mit Maske oder verdecktem Gesicht, wie bei einem Auftritt im November 2025 dokumentiert wurde. Die langfristige Wende brachte erst seine letzte intensive Therapie: "Ich lag acht Wochen im Koma, dann war ich sechs Wochen im Krankenhaus und bin daraufhin noch einmal sechs Wochen in Therapie gegangen. Da hat es bei mir Klick gemacht."
Suchtverlagerung statt vollständiger Abstinenz
Gänzlich drogenfrei ist Haftbefehl bis heute jedoch nicht. Der Rapper spricht von einer "Suchtverlagerung" und konsumiert mittlerweile ausschließlich Marihuana. "Das Kiffen nimmt einem die Lust, Kokain zu nehmen. Marihuana ist mittlerweile legal und ab und zu mal eine Tüte rauchen, ist nicht schlimm", so seine Einschätzung.
Über Kokain äußert sich der Musiker deutlich abwertend: Es sei "der letzte Dreck", der seine Nase, Schleimhäute und Stimmbänder zerstört habe. Dennoch zeigt er sich dankbar, dass nicht noch Schlimmeres passiert sei. Die Geschichte des Rappers bleibt damit ein Beispiel für den langwierigen Kampf gegen Drogenabhängigkeit, auch nach öffentlich dokumentierten Therapieversuchen.



