Abschiedskonzert in München: Howard Carpendale beendet nach 60 Jahren seine Bühnenkarriere
Howard Carpendale: Letzter Auftritt nach 60 Bühnenjahren (31.03.2026)

Ein emotionaler Abschied nach sechs Jahrzehnten auf der Bühne

In der ausverkauften Olympiahalle München fand am Donnerstag ein besonderes musikalisches Ereignis statt: Howard Carpendale gab nach 60 Jahren Bühnenkarriere sein letztes Konzert in der bayerischen Landeshauptstadt. Der Abend entwickelte sich zu einer emotionalen Reise durch die Jahrzehnte, geprägt von Dankbarkeit, Selbstironie und unerwarteten Wendungen.

Ein gemütlicher Beginn mit persönlichen Momenten

Die Veranstaltung begann mit dem passenden Song "Let's do it again", der auf die angekündigte Abschiedstournee des Künstlers verwies. Carpendale erschien auf der blau beleuchteten Bühne mit seiner charakteristischen Föhnfrisur und wurde vom Publikum mit tosendem Applaus empfangen. Seine markante englische Färbung in der Aussprache blieb dabei unverkennbar.

Die Stimmung war zunächst gemütlich und fast privat, was durch ausgiebige Gespräche zwischen den Liedern und einem Duett mit dem jungen Gesangstalent Bella verstärkt wurde. Besonders bewegend war Carpendales Hommage an den verstorbenen Udo Jürgens, bei der er zur Melodie von "Ich war noch niemals in New York" emotionale Worte fand: "Alle deine Lieder, sie bleiben hier."

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Überraschende Wendung nach der Pause

Die erste Konzerthälfte wirkte jedoch etwas zurückhaltend, da Carpendale bewusst auf ein Medley seiner größten Hits verzichtete. Stattdessen erzählte er von einer amüsanten Begegnung mit einem Fan, der ihn mit Roland Kaiser verwechselte, und brachte einige altmodische Witze, die das Publikum vergnügt aufnahm.

Nach etwa anderthalb Stunden schien das Konzert bereits zu Ende zu sein, doch dann kam die überraschende Wendung: Wie eine aufmerksame Besucherin bemerkte, folgte nach einer Pause der legendäre zweite Teil mit "Hello again". Ab diesem Moment verwandelte sich die Veranstaltung komplett.

Euphorischer Finale mit allen Hits

Die zweite Hälfte entwickelte sich zum genauen Gegenteil der ersten: kraftvoll, mitreißend und voller Energie. Carpendale peitschte die Menge auf, das Publikum jubelte und sprang während einer grandiosen Version von "Stand by me" mit seinem Sohn Wayne Carpendale von den Sitzen auf. Bemerkenswert dabei: Der junge Carpendale hatte sich wenige Stunden zuvor bei einem Fahrradsturz eine Rippe gebrochen, ließ sich davon aber nicht abhalten.

Nun folgten sämtliche Chartbreaker: "Deine Spuren im Sand", "Das schöne Mädchen von Seite Eins" und schließlich der Welterfolg "Ti amo", bei dem das gesamte Auditorium den Text auswendig mitsang. Das knallrote Licht, das den ganzen Saal erfüllte, unterstrich die emotionale Intensität dieses Moments.

Ein würdiger Abschluss

Nach sechzig Bühnenjahren trat Howard Carpendale zum Finale noch einmal alleine nach vorn und sang a capella eine Abschiedsballade ohne Begleitung der Band. Dieser schlichte, schnörkellose Moment wirkte angemessen und bewegend zugleich.

Wichtige Information: Die offizielle Abschiedstournee von Howard Carpendale endet eigentlich am 18. April in Hamburg. Aufgrund der großen Nachfrage wurde die Tour unter dem Titel "Ein Sommer mit euch" bereits bis zum 3. September verlängert. In Bayern gibt es am 2. August noch einen Termin in Landshut.

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