Überraschung beim Klassik-Konzert in Waren
Plötzlich klirrt es mitten im Konzert: Damit hatte beim Klassik-Abend der Reihe "Stadt.Land.Klassik!" in Waren niemand gerechnet. Die Neue Philharmonie MV spielte am Dienstagabend im ausverkauften Bürgersaal Werke von Ludwig van Beethoven und Gioachino Rossini, als ein unerwartetes Geräusch die Zuhörer aufschrecken ließ. Doch was war passiert?
Die Solistin an der Bratsche, Luz Elisabeth Sánchez, und Dirigent Andreas Schulz hatten das Publikum mit der Sinfonie Nummer 6 von Beethoven und der Wilhelm Tell-Ouvertüre von Rossini in ihren Bann gezogen. Viele Besucher, darunter Gerlinde Schabow aus Waren, sind seit 2018 treue Fans der Konzertreihe. "Diese eingängigen Melodien sind so schön anzuhören", schwärmte die 81-Jährige.
Ein Triangel-Spieler sorgt für Heiterkeit
Für Schmunzeln sorgte ein besonderer Gast: Stephan Schröder, ein Windkraftunternehmer aus der Region Anklam, spielte die Triangel. Er stand plötzlich in der hintersten Reihe auf und klopfte selten, aber deutlich hörbar ans Schlaginstrument. Lutz Schumacher, Nordkurier-Geschäftsführer und Moderator des Abends, scherzte: "Er wird mal ein ganz großer Triangelist." Schröder, ein Fan der ersten Stunde, sponsert die Konzerte und ließ sich als Teil des Orchesters feiern.
Schumacher selbst hatte extra ein Konzert für Viola und Orchester komponiert, um die Bratsche ins Rampenlicht zu holen. "Diese tiefen Töne sind etwas ganz Feines", erklärte er. Die Studentin Luz Elisabeth Sánchez, geboren 2021 in Malaga, zählte zu den aufregendsten Talenten ihrer Generation und spielte seine Noten.
Weitere Termine und Herbstkonzerte
Nach den Konzerten in Parchim und Waren macht "Stadt-Land-Klassik" noch in Pasewalk (29. April) und Demmin (30. April) Station. Im Herbst gastiert die Neue Philharmonie MV am 14., 16., 17. und 18. September in Teterow, Pasewalk, Anklam und Malchow mit Mozarts Kleiner Nachtmusik und Tschaikowskis Streicherserenade. Wer kein Ticket mehr ergattern konnte, hat dann eine neue Chance.



