Landesgymnasium für Musik Dresden feiert 60. Geburtstag mit Festkonzert im Kulturpalast
Das Sächsische Landesgymnasium für Musik in Dresden hat seinen 60. Geburtstag mit einem beeindruckenden Festkonzert im Kulturpalast der Elbestadt gefeiert. Der mehr als zweistündige Auftritt am Montagabend traf vollständig den Nerv des Publikums, das die jungen Musikerinnen und Musiker mit ausgiebigem Beifall belohnte.
Weber meets Jazz: Ein Programm voller Vielfalt
Das Konzert stand unter dem Motto "Weber meets Jazz" und war gleichzeitig einem weiteren Jubilar gewidmet: Das Gymnasium trägt den Namen Carl Maria von Weber, dessen 200. Todestag in diesem Jahr begangen wird. Ekaterina Sapega-Klein, Künstlerische Direktorin des Landesgymnasiums, betonte im Vorfeld, dass es bei der Veranstaltung darum gehe, "die Vielfalt und die Exzellenz der musikalischen Ausbildung am SLGM deutlich zu machen – zukunftsorientiert, individuell ausgerichtet, praxisnah und prägend für die Persönlichkeitsentwicklung".
Sinfonieorchester und Bigband in Harmonie
Unter der Leitung von Dirigent Eckehard Stier präsentierten sowohl das Sinfonieorchester als auch die Bigband der Lehranstalt ihr Können. Das Programm umfasste Kompositionen von Hans Ek, Theresia Philipp und Jacob Collier. Ein besonderer Höhepunkt war eine Reihe von Beatles-Songs, die der Dresdner Musiker Michael Fuchs speziell arrangiert und neu vertont hatte.
Historisches Erbe und aktuelle Bedeutung
Das Landesgymnasium ist ein Überbleibsel aus der DDR-Zeit, in der junge musikalische Talente in Spezialschulen gefördert wurden. Heute existieren vergleichbare Einrichtungen nur noch in Weimar und in ähnlicher Form mit dem Bach-Gymnasium in Berlin. Die Dresdner Schule nimmt maximal 150 Schülerinnen und Schüler auf, die einen anspruchsvollen Eignungstest bestehen müssen. Derzeit lernen hier 138 junge Menschen – 70 Jungen und 68 Mädchen – und demonstrieren damit die anhaltende Bedeutung dieser einzigartigen Bildungsinstitution.



