Musikmarkt wächst weiter - Vinyl-Boom hält trotz Streaming-Dominanz an
Musikmarkt wächst - Vinyl-Boom hält trotz Streaming an

Deutscher Musikmarkt verzeichnet weiteres Umsatzwachstum

Der deutsche Musikmarkt hat im Jahr 2025 erneut zugelegt, wenn auch mit einem geringeren Wachstum als im Vorjahr. Insgesamt wurden Musikverkäufe in digitaler Form und auf physischen Tonträgern im Wert von 2,42 Milliarden Euro erzielt. Dies entspricht einem Anstieg von 2,3 Prozent gegenüber dem Jahr 2024. Diese Zahlen wurden vom Bundesverband Musikindustrie (BVMI) mit Sitz in Berlin veröffentlicht.

Physische Tonträger verlieren weiter an Bedeutung

Die klassischen physischen Tonträger wie CDs verlieren kontinuierlich an Marktbedeutung. Im Jahr 2025 summierte sich ihr Verkaufswert auf lediglich 345 Millionen Euro, was einem Rückgang von 5,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dieser Trend setzt sich damit unvermindert fort und unterstreicht den anhaltenden Wandel im Musikgeschäft.

Vinyl-Schallplatten erleben ungebrochene Renaissance

Im Kontrast zum allgemeinen Rückgang physischer Tonträger zeigt der Retrotrend zur Vinyl-Schallplatte weiterhin Stärke. Mit einem Umsatzplus von 2,8 Prozent im Jahr 2025 setzt die Vinyl-Renaissance ihren Erfolgskurs fort. Diese Entwicklung verdeutlicht, dass trotz digitaler Dominanz eine Nische für analoge Musikformate bestehen bleibt.

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Streaming dominiert den Musikmarkt mit überwältigendem Anteil

Der digitale Musikverkauf hält mit einem Marktanteil von 85,8 Prozent die klare Vorherrschaft im deutschen Musikmarkt. Das Umsatzvolumen in diesem Segment übersteigt zwei Milliarden Euro. Den größten Teil dieser digitalen Verkäufe macht das Streaming aus, das sich als primäre Konsumform für Musik etabliert hat.

Herausforderungen durch Künstliche Intelligenz im Musikbusiness

Der BVMI-Vorstandsvorsitzende Florian Drücke betonte in einer Mitteilung die Bedeutung eines starken Urheberrechts angesichts der zunehmenden Durchdringung aller Branchensegmente durch Künstliche Intelligenz. „Unser Interesse gilt in besonderem Maß dem Ausbau des digitalen Lizenzgeschäfts, basierend auf einem starken Urheberrecht, das nicht verwässert werden darf“, so Drücke.

Aus Branchensicht rückt KI zunehmend als Konkurrent ins Blickfeld. In einer Zeit, in der musikalischer Spitzensport auf Breitensport und immer mehr KI-generierte Inhalte trifft, nimmt der Wettbewerb um Aufmerksamkeit stetig zu. Der BVMI betont die Notwendigkeit, die tiefgreifenden Veränderungen des Musicbusiness intensiver zu erklären.

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