NDW-Ikone Bettina Köster (†66) verstorben: Sängerin von Malaria! stirbt in Italien
NDW-Ikone Bettina Köster (†66) verstorben

Trauer um NDW-Legende Bettina Köster

Die deutsche Musikwelt wurde am 18. März 2026 von traurigen Nachrichten erschüttert. Bettina Köster, eine der prägendsten Figuren der Neuen Deutschen Welle und Sängerin der Kultband Malaria!, ist im Alter von nur 66 Jahren verstorben. Wie Freunde und Weggefährten bestätigten, starb die Musikerin am Montag, dem 16. März 2026, in Capaccio Paestum in Italien. Über die genaue Todesursache wurden keine Angaben gemacht.

Privates Begräbnis und öffentliches Gedenken

Bereits am Vormittag des 18. März, nur zwei Tage nach ihrem Tod, wurde Köster auf dem Friedhof von Capaccio Paestum beigesetzt. Die Trauerfeier fand im privaten Rahmen statt, doch das Grab ist nun für Fans zugänglich. In einer offiziellen Pressemitteilung heißt es: „Menschen aus ihrem nahen Umfeld erinnern und betonen ihre persönlichen Überzeugungen und Sensibilitäten, die ein wesentlicher Teil ihrer menschlichen und künstlerischen Identität waren.“ Die Musikzeitschrift Rolling Stone bestätigte die Todesmeldung umgehend.

Prägende Figur der Berliner Underground-Szene

Bettina Köster war eine zentrale Persönlichkeit der Westberliner Avantgarde- und Underground-Szene der späten 1970er- und frühen 1980er-Jahre. Sie bewegte sich in den Kreisen von Punk, experimenteller Musik und Kunst und war mit Größen wie Nina Hagen eng befreundet. Anders als viele ihrer Zeitgenossen verzichtete Köster auf große Rock-Posen und entwickelte einen reduzierten, kühlen und atmosphärischen Stil, der stark von New Wave, Dub und No Wave beeinflusst war.

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Karrierehöhepunkte mit Mania D und Malaria!

Ihren Durchbruch erlebte Köster zunächst als Mitgründerin der Band Mania D gemeinsam mit Gudrun Gut und Beate Bartel. Aus diesem Projekt entstand 1981 die rein weibliche Formation Malaria!, die schnell internationale Aufmerksamkeit erlangte. Mit Songs wie dem legendären Hit „Kaltes klares Wasser“ avancierte die Band zum NDW-Kult. Kösters tiefe, markante Stimme wurde zum charakteristischen Sound der Gruppe.

Vielfältiges künstlerisches Erbe

Nach der Auflösung von Malaria! arbeitete Köster weiterhin in verschiedenen künstlerischen Bereichen, darunter Film und Musik. Sie bezeichnete sich selbst als nicht-binär und galt als frühe Ikone der Queer-Bewegung. Ihr Einfluss auf die deutsche Musiklandschaft, insbesondere auf die experimentelle und alternative Szene, bleibt unbestritten. Die Nachricht von ihrem Tod hinterlässt eine spürbare Lücke in der Kulturszene.

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