Ein Gastspiel der Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Kirill Petrenko in der Isarphilharmonie sorgte für Begeisterung. Das Programm umfasste Werke von Beethoven, Strawinsky und Tschaikowsky – eine Mischung, die mehr als die Summe ihrer Details war.
Ein Abend voller musikalischer Höhepunkte
Kirill Petrenko, von 2013 bis 2020 Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper und seit 2019 Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, bewies einmal mehr seine Meisterschaft. Das Orchester spielte mit einer Präzision und emotionalen Tiefe, die das Publikum in der ausverkauften Isarphilharmonie in den Bann zog.
Beethovens Meisterwerk
Den Auftakt bildete Beethovens Klavierkonzert Nr. 5, das sogenannte „Empereur-Konzert“. Der Solist beeindruckte mit virtuoser Technik und einfühlsamer Interpretation. Petrenko und das Orchester schufen eine perfekte Balance zwischen Orchester und Soloinstrument.
Strawinskys Feuervogel
Nach der Pause folgte Strawinskys Suite aus dem Ballett „Der Feuervogel“. Petrenko entfesselte die rhythmische Energie und die farbenprächtige Orchestrierung des Werks. Die Berliner Philharmoniker zeigten ihre ganze Bandbreite von zarten Klangfarben bis zu kraftvollen Tutti-Passagen.
Tschaikowskys Pathétique
Den krönenden Abschluss bildete Tschaikowskys Sinfonie Nr. 6, die „Pathétique“. Petrenko deutete das Werk als intensive emotionale Reise vom düsteren Anfang bis zum verzweifelten Finale. Das Orchester folgte ihm mit atemberaubender Intensität.
Das Publikum dankte mit standing Ovations und forderte mehrere Zugaben. Ein Abend, der lange in Erinnerung bleiben wird.



