Sarah Engels im Probenfieber: Der Weg zum ESC-Vorentscheid in Berlin
Hinter einer unscheinbaren Tür in einem Berliner Tanzstudio wird es plötzlich laut. Harte Beats, schnelle Schritte und konzentrierte Blicke bestimmen die Atmosphäre. Mittendrin: Sarah Engels (33). Die Sängerin bereitet sich mit voller Hingabe auf ihren Auftritt beim Vorentscheid für den Eurovision Song Contest (ESC) am Samstagabend in der ARD-Show vor. Für sie bedeutet dies einen intensiven Balanceakt zwischen ihrem Traum von der großen Bühne in Wien und ihrem Familienleben als Mutter.
Feuer auf der Bühne: Drei Minuten Vollgas für Millionen
Mit ihrem kraftvollen Song "Fire" will Sarah Engels beim Vorentscheid überzeugen. Drei Minuten lang wird sie auf der Bühne alles geben, vor einem Millionenpublikum im Fernsehen. Im Erfolgsfall könnten es beim ESC-Finale sogar über 100 Millionen Zuschauer weltweit sein. Der Druck ist enorm, doch Sarah bleibt fokussiert. "Die beste Vorbereitung für die Bühne ist Training", erklärt sie nach einer anstrengenden Choreografie-Probe, während sie sich den Schweiß von der Stirn wischt.
Ihr Vorbild ist die schwedische Sängerin Loreen (42), die den ESC bereits zweimal gewinnen konnte. Doch Sarah denkt nicht so weit voraus. Ihr Blick ist fest auf den Samstag gerichtet. Jede Bewegung, jeder Schritt muss sitzen – vom Gesang über das Tanztraining bis hin zu den Medieninterviews. Dabei vergisst sie nie, was ihr im Leben am wichtigsten ist: ihre Familie.
Organisation als Schlüssel: Der Spagat zwischen Karriere und Kindern
Wie schafft es Sarah Engels, diesen anspruchsvollen Spagat zu meistern? "Organisation ist alles. Ohne mein Umfeld würde das nicht funktionieren", verrät die Sängerin. Zu Hause wird der ESC traditionell zelebriert, oft mit großen Partys für Freunde und Verwandte. Diesmal steht jedoch Mama selbst auf der Bühne – und ihre Kinder dürfen zuschauen.
Sarah Engels, die 2011 bei "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS) zum Star wurde und damals mit Pietro Lombardi ein Paar bildete, achtet sorgfältig darauf, dass ihre Kinder nicht zu sehr in den Social-Media-Strudel geraten. "Das ist Fluch und Segen zugleich. Es ist ja auch mein Job. Man muss immer schauen, dass man die sozialen Medien sinnvoll nutzt", reflektiert sie.
Familienrat und Glücksbringer: Die Entscheidung für den Vorentscheid
Bevor sie sich für die Teilnahme am Vorentscheid entschied, gab es einen ausführlichen Familienrat – inklusive ehrlicher Worte von ihrer eigenen Mutter. "Was ist das Schlimmste, was passieren kann? Eigentlich doch nichts. Selbst wenn es am Ende nicht zu einem Platz ganz vorn reicht, habe ich alles gegeben", so Sarahs pragmatische Einstellung.
Diese Entschlossenheit ist bei den Proben deutlich spürbar. Sarah wirkt kämpferisch und fokussiert. Ein wenig abergläubisch ist sie auch: Für die Show wird sie wie immer ihre Kette mit den Initialen ihrer liebsten Menschen bei sich tragen – ein persönlicher Glücksbringer, der symbolisiert, wofür sie all dies tut.
Starke Mädchen: Sarah Engels' Engagement jenseits der Bühne
Passend zu ihrem Song "Fire", der von innerer Stärke und Mut handelt, hat Sarah Engels sogar eine eigene Stiftung gegründet: "Starke Mädchen". Ihr Ziel ist es, Mädchen frühzeitig Selbstvertrauen zu vermitteln und Frauen Unterstützung anzubieten, wenn sie diese benötigen. "Wir glauben an Prävention statt Schweigen, an Selbstwert statt Angst – und daran, dass echte Stärke entsteht, wenn Menschen sich sicher fühlen", betont Sarah.
Feuer auf der Bühne und Feuer im Herzen – ob es für das große ESC-Ticket nach Wien am 16. Mai reicht, entscheidet sich am Samstag. Eins steht jedoch bereits jetzt fest: Sarah Engels brennt für ihren Traum und zeigt, wie sich Leidenschaft für die Musik mit Verantwortung als Mutter verbinden lässt.



