Spotify und Liquid Death präsentieren die 'Eternal Playlist Urn' – Musik über den Tod hinaus
Spotify und Liquid Death: Musik-Urne für das Jenseits

Spotify und Liquid Death präsentieren die 'Eternal Playlist Urn' – Musik über den Tod hinaus

Spotify und die US-Getränkemarke Liquid Death haben ein gemeinsames Produkt vorgestellt, das Technik und Bestattung auf ungewöhnliche Weise verbindet. Eine limitierte Urne mit integriertem Bluetooth-Lautsprecher soll dafür sorgen, dass ausgewählte Musikstücke auch über den Tod hinaus abgespielt werden können. Das Modell ist als besondere Edition gedacht und nur in einer streng begrenzten Auflage verfügbar.

Innovative Verbindung von Audiotechnik und Bestattung

Vorgestellt wurde das Gefäß unter dem Leitspruch „Die Welt braucht Musik – und das Jenseits bildet keine Ausnahme“. Hinter der Bezeichnung „Eternal Playlist Urn“ steht eine rund 18 x 29 Zentimeter große Urne, deren Deckel einen vollständig integrierten, Bluetooth-Lautsprecher enthält. Dieser wird über ein USB-C-Kabel mit Strom versorgt und ermöglicht das Streaming von Musik direkt aus der Urne.

Nach Angaben der beiden Unternehmen handelt es sich um die erste Urne weltweit, die speziell für das Musik-Streaming konzipiert wurde. Sie soll den Abschied von Verstorbenen „deutlich weniger langweilig“ machen und es ermöglichen, individuell ausgewählte Titel dauerhaft erklingen zu lassen. Details zur tatsächlichen Klangqualität nennen die Anbieter nicht explizit, doch aufgrund der kompakten Bauweise im Deckel ist davon auszugehen, dass die akustische Leistung konstruktionsbedingt begrenzt ist.

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Limitierte Auflage und automatische Playlist-Generierung

Die Auflage ist auf lediglich 150 Exemplare beschränkt, was das Produkt zu einem exklusiven Sammlerstück macht. Der Preis liegt in den USA bei 495 US-Dollar, umgerechnet etwa 419 Euro. Zusätzlich stellt Spotify in seiner mobilen Anwendung einen „Eternal Playlist Generator“ bereit. Dort beantworten Nutzer mehrere Fragen zu ihrem Musikgeschmack und Stil, darunter:

  • „Was ist dein ewiger Stil?“
  • „Rest in …?“

Anhand dieser Angaben sowie des bisherigen Hörverlaufs generiert der Streamingdienst automatisch eine persönliche Playlist. Diese kann mit dem integrierten Lautsprecher verbunden und mit Familie und Freunden geteilt werden, um eine individuelle musikalische Begleitung im Gedenken zu schaffen.

Umsetzung in Deutschland kaum möglich

Für den deutschen Markt dürfte das Konzept der 'Eternal Playlist Urn' kaum infrage kommen. Hier gilt bei Bestattungen grundsätzlich die Friedhofspflicht, wonach die Asche Verstorbener in der Regel ausschließlich auf Friedhöfen oder in speziell ausgewiesenen Bestattungswäldern beigesetzt werden darf. Eine dauerhafte Aufbewahrung der Urne im privaten Wohnraum ist meist nicht zulässig.

Eine technisch ausgestattete Urne, die als Ausstellungsstück dient und Musik abspielt, lässt sich daher nur schwer mit den geltenden Bestattungsvorschriften in Deutschland vereinbaren. Dies schränkt die praktische Anwendbarkeit des Produkts hierzulande erheblich ein und macht es vor allem zu einem kuriosen Nischenprodukt für Sammler oder als Gesprächsstoff in der Technologie- und Bestattungsbranche.

Die Zusammenarbeit zwischen Spotify und Liquid Death zeigt jedoch, wie Unternehmen zunehmend innovative Wege suchen, um Technologie in traditionelle Bereiche wie die Bestattungskultur zu integrieren. Ob sich solche Ideen langfristig durchsetzen, bleibt abzuwarten, insbesondere in Ländern mit strengen rechtlichen Rahmenbedingungen.

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