Bananenschalen landen nach dem Verzehr meist im Biomüll – dabei gelten sie unter Hobbygärtnern seit Langem als natürlicher Dünger. Tatsächlich enthalten die Schalen wertvolle Nährstoffe, die das Pflanzenwachstum unterstützen können. Doch eignen sie sich wirklich als vollwertiger Ersatz für herkömmlichen Dünger und für welche Pflanzen sind sie sinnvoll?
Nährstoffgehalt von Bananenschalen
Bananenschalen enthalten wichtige Nährstoffe, vor allem Kalium. Daneben stecken auch Magnesium, Calcium sowie kleinere Mengen Phosphor und Schwefel in der Schale. Kalium hilft Pflanzen unter anderem beim Wasserhaushalt und kann sie widerstandsfähiger gegen Trockenheit machen.
Als alleiniger Dünger taugen Bananenschalen dennoch nicht, berichtet myHOMEBOOK-Autorin Katharina Petzholdt (gehört ebenfalls zu Axel Springer). Der Grund ist, dass ihnen vor allem ausreichend Stickstoff fehlt.
Geeignete und ungeeignete Pflanzen
Besonders Pflanzen mit hohem Kaliumbedarf können von Bananenschalen profitieren. Dazu zählen Tomaten, Paprika, Chili, Gurken, Zucchini, Kürbis, Erdbeeren, Rosen, Fuchsien und Geranien.
Weniger geeignet sind die Schalen dagegen für Pflanzen, die saure Böden bevorzugen. Heidelbeeren, Rhododendren, Azaleen oder Preiselbeeren reagieren auf häufige Gaben mitunter empfindlich, weil Bananenschalen den pH-Wert des Bodens leicht anheben können.
Bio-Bananen bevorzugen
Wer die Schalen im Garten verwenden möchte, sollte möglichst Bio-Bananen kaufen. Konventionelle Bananen gehören zu den am stärksten mit Pflanzenschutzmitteln behandelten Früchten. Rückstände können über die Schalen in den Boden gelangen und dort auch das Bodenleben beeinträchtigen.
Richtige Anwendung der Bananenschalen
Die Schalen einfach auf das Beet zu werfen, bringt wenig. Dort verrotten sie nur langsam und können schnell schimmeln. Sinnvoller ist es, die Schalen in kleine Stücke zu schneiden und flach in die obere Bodenschicht einzuarbeiten.
Der häufig genannte Tipp, die Bananenschalen zu vergraben, hat Nachteile. In tieferen Bodenschichten fehlt Sauerstoff, die Verrottung dauert dementsprechend länger. Auch ganze Bananen lassen sich theoretisch vergraben. Das Fruchtfleisch liefert nochmal zusätzlich Zucker für Mikroorganismen, allerdings locken vergrabene Früchte häufig auch Tiere wie Ratten an.
Bananenschalen nicht in der Natur entsorgen
In die freie Natur gehören Bananenschalen weder im Wald noch am Wegesrand. Sie gelten rechtlich als Abfall und können Bußgelder nach sich ziehen. Zudem stören sie natürliche Nährstoffkreisläufe und können bei konventionellen Früchten Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in die Umwelt eintragen.



