Beim zweiten Trainingstag von Hertha BSC auf dem Schenckendorffplatz war noch immer kein Neuzugang zu sehen. Trainer Stefan Leitl (48) standen erneut nur 25 Spieler zur Verfügung, darunter vier Torhüter und sechs Talente aus der Akademie.
Co-Trainer Mijatovic springt in die Bresche
Da Not am Mann war, half Co-Trainer Andre Mijatovic (46) zu Beginn der Einheit aus. Für sechs Paare, die Passübungen in der Platzmitte absolvieren sollten, waren 12 Spieler nötig. Da jedoch nur elf Spieler zur Verfügung standen, sprang der ehemalige Verteidiger Mijatovic ein.
Fokus auf Eigengewächse
Beim anschließenden Spiel auf kleine Tore beobachtete Leitl intensiv die Talente: Mayson Grothe (17, Linksverteidiger), Selim Telib und Soufian Gouram (beide 20, defensives Mittelfeld), Jelani Ndi (18, Rechtsaußen), Niklas Hildebrandt (17, Mittelstürmer) sowie Jerome Diallo (17, Innenverteidiger), der kürzlich einen Profivertrag unterschrieb. Leitl forderte Konzentration und lobte Diallo und Gouram nach gelungenen Aktionen: „Ja, genau so. Bravo, weiter so.“
Hertha-Geschäftsführer Peter Görlich (59) betonte die Bedeutung der Nachwuchsförderung: „Wir wollen den Berliner Weg ernst nehmen und die Jungs fördern. Die Jungs, die hier jetzt dabei sind, denen trauen wir zu, sich ihre Sporen in der 2. Bundesliga zu verdienen und nachhaltig Abdrücke zu hinterlassen.“
Leitl wünscht sich mehr Profis
Dennoch möchte Leitl mehr erfahrene Profis im Kader: „Es liegt an uns, passende Spieler zu suchen und zu finden – die uns qualitativ und quantitativ verbessern.“ Dann müsste Andre Mijatovic auch nicht mehr als Spieler aushelfen.



