Tour de France 2025: Start in Barcelona, Lipowitz als deutscher Hoffnungsträger
Tour de France 2025: Start in Barcelona, Lipowitz als Hoffnung

Die 113. Tour de France beginnt am 4. Juli 2025 mit einem spektakulären Auftakt in Barcelona. Für deutsche Radsport-Fans steht vor allem Florian Lipowitz im Fokus, der nach seinem dritten Platz im Vorjahr erneut um das Podium kämpfen will. Der 25-Jährige vom Red-Bull-Team zeigte zuletzt bei der Slowenien-Rundfahrt mit zwei Etappensiegen und dem Gesamtsieg seine hervorragende Form. „Es ist natürlich schwierig. Ich hoffe, dass ich noch nicht an meinem Leistungsmaximum bin“, sagte Lipowitz vor dem Start. Die Rundfahrt verspricht Spannung bis zum Finale am 26. Juli in Paris.

Auftakt in Barcelona: Zeitfahren und Bergankunft

Die erste Etappe ist ein 19 Kilometer langes Mannschaftszeitfahren durch Barcelona, vorbei an der Sagrada Família und über den Montjuïc. Anders als bei früheren Ausgaben wird jeder Fahrer einzeln gewertet, was taktische Herausforderungen für die Teams mit sich bringt. Am zweiten Tag führt die Strecke erneut über den Montjuïc mit einem anspruchsvollen Finale am Olympiastadion. Die dritte Etappe bringt das Peloton dann nach Frankreich. Insgesamt müssen die 184 Fahrer mehr als 3.300 Kilometer und rund 54.000 Höhenmeter in Pyrenäen, Zentralmassiv, Vogesen, Jura und Alpen bewältigen.

Florian Lipowitz und die Doppelspitze bei Red Bull

Lipowitz geht mit einer Doppelspitze im Red-Bull-Team an den Start, gemeinsam mit dem belgischen Olympiasieger Remco Evenepoel. Während Lipowitz in den hohen Bergen als stärker gilt, ist Evenepoel im Zeitfahren eine Klasse für sich. Die Konstellation könnte entscheidend sein für das Abschneiden des Teams. Lipowitz selbst sieht seine Chancen realistisch: „Ich hoffe, dass ich noch nicht an meinem Leistungsmaximum bin.“ Seine Frühjahrsresultate gegen starke Konkurrenz lassen hoffen, dass er erneut unter die ersten drei fahren kann.

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Kann jemand Tadej Pogacar schlagen?

Tadej Pogacar, der slowenische Dominator, gewann im Frühjahr fast alle Klassiker und siegte zuletzt bei der Tour de Suisse mit mehr als sechs Minuten Vorsprung. Wenn er gesund bleibt, wäre alles andere als sein fünfter Tour-Sieg eine riesige Überraschung. Damit würde er mit den Rekordhaltern Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault und Miguel Indurain gleichziehen. Sein Langzeit-Rivale Jonas Vingegaard, Sieger von 2022 und 2023, gewann im Mai den Giro d'Italia und will den Schwung mitnehmen. Die französischen Hoffnungen ruhen auf dem 19-jährigen Wunderkind Paul Seixas, der seine erste Grand Tour fährt, aber wohl noch nicht um den Gesamtsieg mitfahren kann.

Höhepunkte der Rundfahrt: Alpe d'Huez doppelt

Nach dem Start in Barcelona geht es direkt in die Pyrenäen. Die siebte Etappe mit Ziel in Bordeaux ist für Sprinter reserviert. Die letzte Woche wird für die Klassement-Fahrer besonders anspruchsvoll: Gleich zweimal ist der Wintersportort Alpe d'Huez das Ziel, zunächst am 19. Etappe über den gewohnten Weg, am vorletzten Tag nur über die letzten drei der 21 Kehren, aber nach einer brutalen Etappe mit insgesamt 5.600 Höhenmetern. Am 26. Juli endet die Rundfahrt in Paris, erneut mit dem Anstieg am Montmartre, der schon im Vorjahr für Spektakel sorgte.

Deutsche Fahrer und TV-Übertragung

Nils Politt wird im UAE-Team einer der wichtigsten Helfer von Pogacar sein, was seine Chancen auf einen eigenen Etappensieg einschränkt. Georg Steinhauser, Neffe von Jan Ullrich, gibt sein Tour-Debüt mit dem Ziel eines Etappensiegs. „Sicher wird er sich da auf einige Etappen konzentrieren. Aber natürlich teamintern wird er auch seine Arbeit leisten müssen“, sagte Ullrich der ARD. Felix Engelhardt startet nach seinem Überraschungssieg in Bad Liebenstein im Trikot des deutschen Meisters. Die ARD und Eurosport übertragen die Tour, die ARD meist ab 14 Uhr, Eurosport bietet volle Etappenlängen bei HBO Max, Discovery+ und DAZN.

TV-Motorräder: Potenzieller Ärger

Bereits beim Giro d'Italia sorgten TV-Motorräder für Kontroversen. Der Deutsche Max Walscheid beklagte nach der 15. Etappe: „Heute haben Motorräder leider den Ausgang des Rennens beeinflusst und das ist für uns extrem enttäuschend.“ Der Vorwurf lautet, dass die Motorräder zu nah an Ausreißern fahren und so Windschatten spenden. Dieses Thema könnte auch bei der Tour de France wieder aufkommen und die Debatte über technische Lösungen verstärken.

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