Streit um den Hund nach der Trennung
Lena, die Tiere liebt, stellt eine Frage: Seit zehn Jahren leben mein Partner und ich zusammen, sind aber nicht verheiratet und haben keine Kinder. Vor fünf Jahren kam die Hündin Daffy in unseren Haushalt. Wir lieben sie beide sehr, aber zwischen uns funktioniert es nicht mehr. Die Trennung steht fest, die meisten Dinge lassen sich leicht aufteilen. Nur eine Frage können wir nicht lösen: Wer darf Daffy behalten? Wir können uns nicht einmal darauf einigen, wer sie öfter ausgeführt hat.
Rechtliche Grundlagen
In Deutschland wird ein Haustier rechtlich wie eine Sache behandelt. Bei einer Trennung ohne Ehe oder eingetragene Partnerschaft gibt es keine klaren gesetzlichen Regelungen. Entscheidend ist oft, wer das Tier gekauft hat und wer sich überwiegend um es kümmert. Im Zweifel kann ein Gericht entscheiden, aber das ist teuer und langwierig.
Praktische Lösungsansätze
Unsere Kolumnistin Elisabeth Binder empfiehlt, zunächst eine Einigung zu versuchen. Mögliche Modelle sind: gemeinsames Sorgerecht mit Wechselmodell, eine klare Zuteilung an einen Partner mit Besuchsrecht für den anderen, oder die Abgabe an einen Dritten. Wichtig ist, das Wohl des Hundes in den Mittelpunkt zu stellen. Daffy sollte nicht unter dem Streit leiden.
Tipps für die Einigung
- Führen Sie ein ruhiges Gespräch ohne Vorwürfe.
- Überlegen Sie, wer mehr Zeit und Platz für den Hund hat.
- Berücksichtigen Sie die Bindung des Hundes zu jedem Partner.
- Ziehen Sie eine Mediation in Betracht.
Letztlich geht es darum, eine faire Lösung zu finden, mit der beide leben können – zum Wohle von Daffy.



