Die AfD kann auch im aktuellen ZDF-„Politbarometer“ ihren Vorsprung vor der Union weiter ausbauen. Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die Partei auf 28 Prozent – ein Plus von einem Prozentpunkt. Die Unionsparteien CDU und CSU landen in der Umfrage bei 24 Prozent, was einem Minus von einem Prozentpunkt entspricht.
Entwicklung der anderen Parteien
Die SPD gewinnt einen Prozentpunkt und steht nun bei 13 Prozent. Die Grünen müssen leichte Verluste hinnehmen und fallen um zwei Prozentpunkte auf 12 Prozent. Die Linke bleibt unverändert bei 11 Prozent. Die FDP kann zwar einen Punkt zulegen, würde mit 4 Prozent aber den Einzug in den Bundestag verpassen.
AfD auch in anderen Umfragen vorn
Auch andere Meinungsforschungsinstitute bescheinigen der AfD in dieser Woche einen deutlichen Vorsprung. Bei einer Befragung des Instituts Insa lagen AfD und Union bei 29 und 22 Prozent. YouGov sah die AfD ebenfalls bei 29 Prozent, wobei der Vorsprung vor der Union auf neun Prozentpunkte anwuchs. In einer Forsa-Umfrage erreichte die AfD 27 Prozent, während die Union auf 21 Prozent kam.
Für die nach eigenen Angaben repräsentative Umfrage des ZDF-Politbarometers befragte die Forschungsgruppe Wahlen zwischen dem 16. und 18. Juni insgesamt 1190 Personen telefonisch und online. Die Fehlertoleranz gibt das Institut bei einem Anteilswert von 40 Prozent mit rund drei Prozentpunkten an, bei einem Anteilswert von zehn Prozent mit rund zwei Prozentpunkten.
Hinweise zu Umfragen
Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf etwaige Wahlausgänge. Experten diskutieren zudem, ob Last-Minute-Umfragen den Wahlausgang beeinflussen könnten und ob sie kurz vor der Wahl verboten werden sollten.



