AKK über Merkels Wut-Anruf: „Sie kann sehr wohl laut werden“
AKK über Merkels Wut-Anruf: „Sie kann sehr wohl laut werden“

Die ehemalige CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK) hat im FUNKE-Podcast „Meine schwerste Entscheidung“ über einen wütenden Anruf von Angela Merkel gesprochen und dabei Behauptungen widersprochen, die Altkanzlerin könne nicht laut werden. „Das stimmt nicht“, sagte Kramp-Karrenbauer. Sie erinnerte an ihre Entscheidung, 2012 die erste Jamaika-Koalition im Saarland zu beenden – ausgelöst durch die zerstrittene FDP. Merkel habe damals angerufen und deutlich ihren Unmut geäußert.

Spekulationen um Bundespräsidentenamt zurückgewiesen

Auf die Frage, ob sie selbst als Nachfolgerin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier infrage käme, reagierte Kramp-Karrenbauer ablehnend. „Erstens wird das nicht passieren, und zweitens bin ich sehr glücklich mit der Funktion, die ich habe“, betonte sie. CSU-Chef Markus Söder habe die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner ins Spiel gebracht – „für sein Verhältnis war das schon ein relativ klarer Vorschlag“. Dennoch sei sie überzeugt, dass es eine Bundespräsidentin geben werde: „Ich bin der festen Überzeugung, es wird eine Frau.“ Sie habe eine persönliche Favoritin, nannte jedoch keinen Namen.

Verhältnis zu Merz und Merkel

Kramp-Karrenbauer, heute Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung, beschrieb ihr Verhältnis zu CDU-Chef Friedrich Merz als „mehr als nur eine kühle Arbeitsbeziehung“. Man telefoniere und schreibe SMS, aber Freunde seien sie nicht geworden. Anders sei es mit Angela Merkel: Das Verhältnis bezeichne sie als „kameradschaftlich“. „Wir haben vor Kurzem endlich mal geschafft, unseren Kaffee zu trinken, zu dem wir uns verabredet hatten“, so AKK.

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Warnung vor Minderheitsregierung

Mit Blick auf die aktuelle Bundesregierung warnte Kramp-Karrenbauer vor Forderungen nach einer Minderheitsregierung. Dies bedeute „de facto nichts anderes als eine informelle Koalition mit der AfD“. Sie rief ihre Partei zur Geschlossenheit auf.

Die 63-Jährige blickt auf eine wechselhafte Karriere zurück: Nach nur wenigen Monaten als saarländische Ministerpräsidentin wurde sie 2018 CDU-Generalsekretärin, später CDU-Chefin und Verteidigungsministerin. Der Podcast „Meine schwerste Entscheidung“ ist auf allen gängigen Streaming-Plattformen verfügbar.

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