Angriff auf Öl-Tanker vor Irak: Iran-Regime zielt auf Weltwirtschaft
Vor der irakischen Küste, in der Nähe der Stadt Basra, sind zwei Öl-Tanker in Flammen aufgegangen. Bei dem offenbar gezielten Angriff kam mindestens ein Mensch ums Leben, während 38 ausländische Besatzungsmitglieder gerettet werden mussten, wie die irakische Regierung mitteilte. Die Schiffe sollen von kleinen iranischen Sprengstoff-Booten getroffen worden sein, was die Spannungen in der Region weiter anheizt.
Betroffene Schiffe und dramatische Bilder
Betroffen sind der unter maltesischer Flagge fahrende Öl-Tanker „Zefyros“ und die unter Marshall-Inseln-Flagge fahrende „Safesea Vishnu“. Bilder in den sozialen Medien zeigen ein Inferno an Bord der Schiffe, mit gewaltigen Feuerbällen, die in den Himmel steigen. Laut Schätzungen der Schiff-Tracking-Website „Tankertrackers“ könnten die Schiffe bis zu 400.000 Barrel Öl an Bord gehabt haben, was die potenziellen Umwelt- und wirtschaftlichen Folgen noch verschärft.
Strategische Bedeutung der Straße von Hormus
Offenbar zielt das Iran-Regime darauf, die Weltwirtschaft an ihrer empfindlichsten Stelle zu treffen. Durch die Straße von Hormus laufen rund 20 Prozent des globalen Ölhandels durch, und es besteht die Befürchtung, dass diese wichtige Schifffahrtsroute bald vermint werden könnte. Bereits am Mittwoch hatte die britische Seehandelsorganisation (UKMTO) gemeldet, dass drei Schiffe in der Meerenge von unbekannten Projektilen getroffen wurden, wobei eines davon ebenfalls in Brand geriet.
Auswirkungen auf Ölpreise und internationale Reaktionen
Die Attacken schüren die Angst um steigende Ölpreise, die wesentlich davon abhängen, ob der Krieg für US-Präsident Donald Trump (79) zum Erfolg wird. Trump erklärte bei einer Rallye am Mittwoch, Amerika habe den Krieg bereits gewonnen, und versprach, dass die Ölpreise bald wieder auf ihr Vorkriegsniveau zurückfallen werden. Gleichzeitig genehmigte Trump die Freigabe von zusätzlich 172 Millionen Barrel aus der US-Strategiereserve.
Die Internationale Energieagentur empfiehlt die Freigabe von 400 Millionen Barrel aus strategischen Reserven – die größte koordinierte Intervention seit den 1970er-Jahren. Auch Deutschland beteiligt sich an diesen Maßnahmen, um die Märkte zu stabilisieren und Engpässe zu vermeiden.
Eskalation der Angriffe und Gegenmaßnahmen
Doch Iran weitete seine Angriffe unterdessen aus und nahm auch Treibstoffanlagen in Bahrain ins Visier, was die regionale Unsicherheit weiter erhöht. Die USA wiederum meldeten, mehrere iranische Minenleger ausgeschaltet zu haben, was als direkte Reaktion auf die Bedrohung der Schifffahrtswege gewertet wird. Diese Entwicklungen unterstreichen die komplexe und volatile Lage im Persischen Golf, wo jede weitere Eskalation globale Auswirkungen haben könnte.
Die Situation bleibt angespannt, während internationale Beobachter die nächsten Schritte des Iran-Regimes und die Reaktionen der Weltgemeinschaft genau verfolgen. Die Sicherheit der Ölversorgung und die Stabilität der Weltwirtschaft hängen maßgeblich von der Deeskalation in dieser kritischen Region ab.



