Brexit schadet deutschem Handel mit Großbritannien massiv
Brexit schadet deutschem Handel massiv

Der Brexit hat dem Handel zwischen Deutschland und Großbritannien massiv geschadet. Zehn Jahre nach dem Referendum zum britischen EU-Austritt zeigen Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln, dass die deutschen Ausfuhren in das Vereinigte Königreich zwischen 2016 und 2025 um rund sieben Prozent gesunken sind. Dies geht aus einer Auswertung für die Nachrichtenagentur Reuters hervor.

Deutsche Exporte in die EU legen zu

Die IW-Forscher Jürgen Matthes und Samina Sultan betonen, dass diese Entwicklung nicht auf eine generell schwache Exportentwicklung zurückzuführen sei. Im Gegenteil: Die deutschen Exporte in die übrige EU nahmen im selben Zeitraum um 41 Prozent zu. Der Brexit habe also für beide Seiten ein Verlustgeschäft bedeutet.

Referendum vor zehn Jahren

Das Brexit-Referendum fand am 23. Juni 2016 statt. Damals stimmten knapp 51,9 Prozent der Wahlberechtigten im Vereinigten Königreich für den Austritt aus der Europäischen Union. Nach jahrelangen Verhandlungen wurde der Austritt am 31. Januar 2020 vollzogen.

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Frühere Entwicklung umgekehrt

Vor dem Referendum hatten die deutschen Exporte in das Vereinigte Königreich von 2006 bis 2015 um fast 38 Prozent zugelegt. Zum Vergleich: Die Exporte in die übrigen EU-Staaten stiegen in diesem Zeitraum nur um rund 20 Prozent. Die Versprechen der Brexit-Befürworter hätten sich als Luftschloss herausgestellt, so die IW-Forscher.

Rückkehr in den Binnenmarkt wäre wünschenswert

Die Wissenschaftler halten es weiterhin für sinnvoll, die Brexit-Entscheidung rückgängig zu machen. Es wäre im Interesse Deutschlands, sollte Großbritannien wieder dem europäischen Binnenmarkt beitreten. Die negativen Folgen des Brexits würden sich immer deutlicher herauskristallisieren.

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