Mindestens fünf Tote nach Schießerei und Geiselnahme in Kyjiw: Täter von Polizei getötet
Bei einem schweren Schusswaffenangriff in der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw sind nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj mindestens fünf Menschen getötet worden. Weitere zehn Personen wurden mit Verletzungen oder Traumata ins Krankenhaus eingeliefert, wie Selenskyj auf der Plattform X mitteilte. Der mutmaßliche Täter, der zunächst mehrere Geiseln in einem Supermarkt genommen hatte, wurde von der Polizei während der Befreiungsaktion getötet.
Details zum Ablauf der Gewalttat
Nach ersten Berichten begann der Angriff im Stadtbezirk Demijiwka, wo der etwa 60-jährige Mann auf Passanten schoss. Als die Polizei die Verfolgung aufnahm, flüchtete er in einen Supermarkt und verschanzte sich dort. Bürgermeister Vitali Klitschko bestätigte, dass sich der Schütze in dem Geschäft verbarrikadierte. Versuche, Kontakt mit ihm aufzunehmen, scheiterten laut Innenminister Ihor Klymenko, was zur Stürmung des Supermarkts führte.
Während der Polizeiaktion feuerte der Täter auf die Einsatzkräfte, die ihn festnehmen wollten. Die ukrainische Polizei entsandte Sondereinsatzkräfte zu dem Tatort im Süden der Stadt. Vier Geiseln konnten befreit werden, wie Präsident Selenskyj mitteilte. Die genauen Hintergründe der Tat sind noch unklar und werden derzeit ermittelt.
Reaktionen und Untersuchungen
Präsident Selenskyj forderte eine schnelle und gründliche Untersuchung aller Umstände der Gewalttat. In einer Stellungnahme sprach er den Familien der Opfer sein aufrichtiges Beileid aus. Innenminister Klymenko betonte, dass die Polizei den Angreifer eliminiert habe, um weitere Gefahren abzuwenden. Die Behörden arbeiten nun daran, die Motive und mögliche Verbindungen des Täters aufzuklären.
Dieser Vorfall unterstreicht die anhaltenden Sicherheitsherausforderungen in der Ukraine, auch in der Hauptstadtregion. Die Öffentlichkeit und internationale Beobachter verfolgen die Entwicklungen mit großer Sorge, während die Ermittlungen fortgesetzt werden.



