Iran: Raketenangriff auf Mädchenschule fordert 24 Todesopfer unter Schülerinnen
Bei einem verheerenden Raketenangriff im Süden des Iran sind nach offiziellen iranischen Angaben mindestens 24 Schülerinnen ums Leben gekommen. Der Angriff traf eine Grundschule für Mädchen in der Provinz Hormusgan, wie die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf den dortigen Vizegouverneur berichtete.
Direkter Treffer auf Bildungseinrichtung
„Diese Schule war ein direktes Ziel dieses Angriffs“, hieß es in dem Bericht der Agentur. Der Vorfall ereignete sich demnach im Kreis Minab, der unweit der Küste am Persischen Golf liegt. Zum Zeitpunkt des Angriffs sollen sich etwa 170 Schülerinnen in der Schule aufgehalten haben.
Die Rettungsmaßnahmen für die verletzten Schülerinnen sowie die Trümmerbeseitigung seien unmittelbar nach dem Angriff in Gang gesetzt worden. Die genauen Umstände des Vorfalls und die Verantwortlichkeit für den Angriff waren zunächst noch nicht vollständig geklärt.
Strategisch bedeutende Region
Die Provinz Hormusgan ist von besonderer strategischer Bedeutung, da sich dort mehrere Marinestützpunkte der iranischen Streitkräfte befinden. Dies könnte ein möglicher Hintergrund für den Angriff sein, auch wenn zunächst keine weiteren Details zu den konkreten Zielen oder den Verantwortlichen vorlagen.
Der Raketenangriff erfolgte in einer bereits angespannten regionalen Sicherheitslage. Seit dem Morgen hatten Berichte über Angriffe israelischer und amerikanischer Streitkräfte auf Ziele im Iran für internationale Besorgnis gesorgt. Die Tragödie in der Grundschule unterstreicht die verheerenden humanitären Folgen solcher militärischen Auseinandersetzungen.
Die iranischen Behörden haben die Untersuchung des Vorfalls aufgenommen, während internationale Menschenrechtsorganisationen bereits ihre Bestürzung über den Angriff auf eine zivile Bildungseinrichtung zum Ausdruck gebracht haben. Die genaue Zahl der Verletzten und der Sachschaden wurden in den ersten Meldungen noch nicht beziffert.



