Iran: Raketenangriff auf Mädchenschule fordert 70 Todesopfer unter Schülerinnen
Bei einem Raketenangriff im Süden des Iran sind nach offiziellen iranischen Angaben mindestens 70 Schülerinnen ums Leben gekommen. Getroffen wurde eine Grundschule für Mädchen in der Provinz Hormusgan, wie Staatsmedien berichteten. Rund 90 weitere Schülerinnen wurden bei dem Angriff verletzt.
Direkter Treffer auf Bildungseinrichtung
Die Nachrichtenagentur Tasnim meldete, dass die Schule ein direktes Ziel des Angriffs gewesen sei. Die Trümmerbeseitigung sowie Rettungsmaßnahmen für die Schülerinnen seien im Gange. Der Vorfall ereignete sich im Kreis Minab unweit der Küste am Persischen Golf. Zum Zeitpunkt des Raketenangriffs sollen sich etwa 170 Schülerinnen in der Schule aufgehalten haben.
Hintergrund der Angriffe
Israel und die USA hatten am Samstagmorgen mit Angriffen auf den Iran begonnen. Zu dem im Iran gemeldeten Angriff auf die Mädchenschule gab es von diesen Ländern zunächst keine offiziellen Angaben oder Stellungnahmen. In der Provinz Hormusgan liegen mehrere Marinestützpunkte der iranischen Streitkräfte, was die Region zu einem möglichen Ziel militärischer Operationen macht.
Iranische Reaktion und internationale Aufrufe
Das iranische Außenministerium veröffentlichte ein Foto, das die in Trümmern liegende Schule zeigen soll. Außenamtssprecher Ismail Baghai bezeichnete den Angriff in einer Mitteilung seines Ministeriums als offenkundiges Verbrechen. Die Welt müsse sich dieser großen Ungerechtigkeit entgegenstellen, forderte er und rief damit zu internationaler Aufmerksamkeit und Reaktion auf.
Die genauen Umstände des Angriffs bleiben zunächst unklar, da weitere Details nicht vorlagen. Die iranischen Behörden betonen jedoch die Zivilopfer unter Kindern und fordern eine Untersuchung des Vorfalls. Die humanitären Folgen solcher militärischen Aktionen stehen im Fokus der aktuellen Berichterstattung.



