Ein Boot der iranischen Revolutionswächter hat nach britischen Angaben vor der Küste Omans ein Containerschiff beschossen. Die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) meldete, dass das iranische Boot ohne Vorwarnung per Funk das Feuer eröffnete. Das Schiff erlitt schwere Schäden, jedoch blieb die Besatzung unverletzt. Ein Feuer sei nicht gemeldet worden. Der Vorfall ereignete sich rund 15 Seemeilen (etwa 30 Kilometer) nordöstlich der omanischen Küste.
Angriff nach Verlängerung der Feuerpause
Der Angriff erfolgte kurz nachdem US-Präsident Donald Trump die Feuerpause im Irankrieg vorerst verlängert hatte. Zuvor hatte die iranische Armeeführung die anhaltende Blockade iranischer Häfen durch die USA wiederholt verurteilt und mit weiteren Angriffen auf Schiffe in der Straße von Hormus gedroht. Bereits am Samstag hatten die Revolutionswächter nach UKMTO-Angaben auf mindestens einen Öltanker in der Region geschossen.
Hintergrund des Konflikts
Vor etwas mehr als einer Woche waren Verhandlungen zwischen den USA und Iran unter Vermittlung Pakistans über ein mögliches Ende des Kriegs ergebnislos geblieben. Kurz vor Ablauf der Waffenruhe zögerten die Iraner, an einer neuen Verhandlungsrunde mit den USA teilzunehmen. Die Positionen beider Seiten liegen weit auseinander. Im Krieg gegen Iran wird die Munition knapp: Der US-Armee mangelt es allmählich an Flugabwehrgeschossen und Marschflugkörpern. Der Engpass macht die Welt unsicher, als Erstes könnte die Ukraine die Folgen zu spüren bekommen.



