Iran droht Europa mit Kriegseintritt: Mullahs warnen vor Konsequenzen
Iran droht Europa mit Kriegseintritt

Iran droht Europa mit Kriegseintritt: Mullahs warnen vor Konsequenzen

Das iranische Außenministerium hat europäische Staaten vor einem Kriegseintritt gewarnt. Jede Handlung gegen den Iran würde als Komplizenschaft mit sogenannten Aggressoren und als Kriegshandlung gegen die Islamische Republik angesehen werden. Dies erklärte der iranische Außenamtssprecher Esmail Bakaei (51) am Dienstag in einer Pressekonferenz, die in einer angeblich von den USA oder Israel beschossenen Mädchenschule stattfand.

Europäische Defensivmaßnahmen als Provokation

Die Warnung erfolgte offenbar als Reaktion auf eine vorherige Erklärung europäischer Staaten. Frankreich, Deutschland und Großbritannien hatten am Sonntagabend bei Bedarf Defensivmaßnahmen gegen den Iran angekündigt. Darauf entgegnete Bakaei scharf: „Defensiv ist das gleiche wie offensiv – das ergibt überhaupt keinen Sinn.“ Die Europäer wollten dem Iran seine Fähigkeiten nehmen, gegen die Aggressoren zurückzuschlagen, so der Sprecher weiter.

Es wäre eine Schande, wenn diese Länder sich auf die Seite der Aggressoren schlagen würden, betonte Bakaei. Sie hätten bereits genug gegen den Iran unternommen. Die Regierungschefs der sogenannten E3-Länder Emmanuel Macron (48/Frankreich), Friedrich Merz (71/Deutschland) und Keir Starmer (63/Großbritannien) hatten in ihrer gemeinsamen Erklärung betont, sie seien entsetzt angesichts der wahllosen und unverhältnismäßigen Raketenangriffe des Iran auf Länder in der Region.

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Europäische Position und deutsche Haltung

Teheran müsse seine rücksichtslosen Angriffe unverzüglich einstellen, forderten die europäischen Staats- und Regierungschefs. Die iranischen Angriffe bedrohten auch militärisches Personal sowie Bürgerinnen und Bürger aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien in der Region. „Wir werden die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um unsere Interessen und die unserer Verbündeten in der Region zu verteidigen“, hieß es in der gemeinsamen Erklärung weiter.

Falls notwendig könne dies auch verhältnismäßige militärische Defensivmaßnahmen einschließen, um die Fähigkeit des Iran, Raketen und Drohnen abzufeuern, an der Quelle zu zerstören. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hatte am Montag jedoch eine militärische Beteiligung Deutschlands an Angriffen der USA und Israels auf den Iran ausgeschlossen.

„Wenn wir keine Absicht haben, dann werden wir das auch nicht machen. Wir beteiligen uns daran nicht“, sagte Wadephul im Deutschlandfunk. Deutschland ziehe aus der E3-Erklärung andere Schlüsse für sich als die beiden Verbündeten. Für Deutschland bedeute dies nichts weiter, als dass Bundeswehrsoldaten sich defensiv verteidigen würden, wenn sie angegriffen werden. Weitere Maßnahmen darüber hinaus seien nicht geplant.

Eskalation der diplomatischen Spannungen

Die jüngsten Entwicklungen markieren eine weitere Eskalation der diplomatischen Spannungen zwischen dem Iran und europäischen Staaten. Während Teheran jede europäische Intervention als Kriegshandlung interpretiert, beharren die E3-Länder auf ihrem Recht zur Verteidigung ihrer Interessen in der Region. Die unterschiedliche Interpretation des Begriffs Defensivmaßnahmen zeigt die tiefe Kluft zwischen den Positionen.

Die Situation bleibt angespannt, da beide Seiten ihre Standpunkte bekräftigen und keine Anzeichen für eine Deeskalation erkennen lassen. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklungen mit Sorge, während diplomatische Kanäle weiterhin aktiv bleiben, um eine weitere Verschärfung des Konflikts zu verhindern.

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