Irans Drohnen und Raketen: Der Krieg zerkratzt Dubais Glitzermythos
Einschläge erschüttern die Wüstenmetropole: Der Irankrieg zerstört das Sicherheitsversprechen der Golfstaaten. Gefährlich wird es vor allem für die tausenden Arbeitsmigranten – nicht nur für die privilegierten Influencer.
Das Ende einer Ausnahme
Dubai galt lange als Ausnahme im Nahen Osten: reich, glamourös und sicher. Der Irankrieg verändert nun alles und zerstört nicht nur Militäranlagen und Infrastruktur der Stadt, sondern das eigentliche Kapital der Golfstaaten: das Vertrauen in Stabilität und Sicherheit.
Was das für Dubai bedeutet, wie sich Angst in einer Stadt äußert, die weiter Normalität suggerieren will, und warum die gesamte Golfregion vor einer strategischen Neuordnung stehen könnte, darüber spricht Host Juan Moreno mit Dunja Ramadan, Kairo-Korrespondentin des SPIEGEL.
Die Folgen für die Region
Die Angriffe zeigen deutlich, dass selbst scheinbar unantastbare Wirtschaftszentren wie Dubai nicht vor den Auswirkungen regionaler Konflikte gefeit sind. Die Szenerie nahe Dubais Wolkenkratzer Burj Khalifa nach den Angriffen Irans symbolisiert den Riss im perfekten Image.
Die Sicherheitsgarantie der Golfstaaten steht auf dem Spiel, und mit ihr das gesamte wirtschaftliche Modell, das auf Stabilität und internationalem Vertrauen basiert. Die Debatte über einen möglichen Regimewechsel in Iran gewinnt vor diesem Hintergrund zusätzliche Brisanz.
Die Normalität, die Dubai weiterhin suggerieren möchte, wird durch die realen Bedrohungen zunehmend in Frage gestellt. Die strategische Neuordnung der gesamten Golfregion scheint unausweichlich, während die Bewohner – von Arbeitsmigranten bis zu wohlhabenden Expats – mit den neuen Unsicherheiten leben müssen.



