Israel bereit für Wiederaufnahme des Iran-Kriegs – Ziele festgelegt
Israel bereit für Wiederaufnahme des Iran-Kriegs

Israel ist nach den Worten von Verteidigungsminister Israel Katz bereit, den Krieg gegen den Iran wieder aufzunehmen. Bei einer Lagebeurteilung am Abend erklärte Katz, man warte nur noch auf grünes Licht aus den USA. Die militärischen Ziele seien bereits festgelegt, betonte er. Es gehe vor allem darum, die sogenannte Chamenei-Dynastie endgültig zu zerschlagen und wichtige Energie- und Stromanlagen sowie die nationale wirtschaftliche Infrastruktur des Iran zu zerstören. Katz drohte sogar damit, den Iran in die Steinzeit zurückzuversetzen.

Kritik an dynastischer Machtweitergabe

Der Begriff Dynastie bezieht sich auf den Vorwurf einer erbähnlichen Machtweitergabe innerhalb der Familie Chamenei. Der bei einem Luftangriff am 28. Februar getötete Revolutionsführer Ali Chamenei stand seit 1989 an der Spitze der Islamischen Republik. Bereits seit Jahren gab es Berichte, dass ihm sein Sohn Modschtaba als oberster Führer nachfolgen könnte. Eine solche dynastische Erbfolge ist im Iran hochumstritten, da sie dem ursprünglichen Geist der Islamischen Revolution von 1979 widerspricht, die sich gegen die erbliche Monarchie der Schah-Familie richtete.

Modschtaba Chamenei – unsichtbarer Führer

Modschtaba Chamenei wurde am 8. März zum obersten Führer ernannt. Seitdem gibt es von ihm weder Fotos noch Audio- oder Videoaufnahmen. Dies nährt Spekulationen über seinen Gesundheitszustand, seinen Aufenthaltsort und die Rolle, die er im iranischen System derzeit spielt. Beobachter fragen sich, ob er tatsächlich die Kontrolle über das Land hat oder ob andere Kräfte hinter den Kulissen agieren.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

US-Präsident Trump mit ähnlicher Drohung

Auch US-Präsident Donald Trump hatte vor mehreren Wochen eine ähnlich martialische Drohung wie Katz ausgesprochen. Wir werden sie zurück in die Steinzeit versetzen, wo sie hingehören, sagte er damals. Bei vielen Iranerinnen und Iranern, auch bei Regierungsgegnern, lösten diese Aussagen sowie die Zerstörung ziviler Infrastruktur große Wut und Empörung aus. Die Drohungen werden als aggressive Eskalation wahrgenommen, die das ohnehin angespannte Verhältnis weiter belastet.

Völkerrechtliche Bedenken

Nach dem humanitären Völkerrecht sind gezielte Angriffe auf zivile Infrastruktur verboten, es sei denn, diese wird auch militärisch genutzt. Doch selbst in solchen Fällen muss der erwartete militärische Vorteil im Verhältnis zu den absehbaren zivilen Schäden stehen. Kritiker warnen davor, dass die angekündigten Angriffe auf Energie- und Stromanlagen sowie die wirtschaftliche Infrastruktur gegen diese Grundsätze verstoßen könnten. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Lage mit Sorge und ruft zur Deeskalation auf.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration