Kriegsjahrestag: Tote in Odessa nach Drohnenangriff - Belgorod meldet schwere Schäden
Kriegsjahrestag: Tote in Odessa, Schäden in Belgorod

Kriegsjahrestag: Tote in Odessa nach russischem Drohnenangriff - Belgorod meldet schwere Schäden

Am vierten Jahrestag des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine haben sich die gegenseitigen Luftangriffe mit Drohnen und Raketen weiter intensiviert. Die Schwarzmeerregion Odessa meldete erneut Todesopfer, während die russische Grenzregion Belgorod schwere Schäden an der Infrastruktur verzeichnete.

Zwei Tote und mehrere Verletzte in Odessa

In der südukrainischen Region Odessa am Schwarzen Meer sind bei einem massiven russischen Drohnenangriff laut lokalen Behörden mindestens zwei Menschen getötet worden. Militärgouverneur Oleh Kiper teilte über den Messenger-Dienst Telegram mit, dass eine 20-jährige Frau und ein Mann ums Leben kamen. Zudem wurden mindestens drei Personen verletzt.

Der russische Angriff richtete sich laut Kiper gezielt gegen Industrieobjekte, Energieanlagen und zivile Infrastruktur. Es entstanden erhebliche Schäden an Produktionsstätten, Lagerhallen, Verwaltungsgebäuden und verschiedenen Verkehrsmitteln. Die ukrainischen Luftstreitkräfte meldeten am Morgen, dass Russland mit insgesamt 126 Drohnen und einer Rakete vom Typ Iskander angegriffen habe.

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Die ukrainische Flugabwehr gab an, die meisten Drohnen erfolgreich abgefangen zu haben, doch an etwa 20 verschiedenen Stellen kam es dennoch zu Einschlägen und Zerstörungen.

Belgorod: Energieinfrastruktur schwer getroffen

Auf der anderen Seite setzte die Ukraine ihre Gegenangriffe im Abwehrkampf gegen den russischen Invasionkrieg ebenfalls mit Luftschlägen fort. In der grenznahen russischen Stadt Belgorod meldete Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow massive Ausfälle bei der Strom-, Heizungs- und Wasserversorgung.

Diese seien auf einen ukrainischen Raketen- und Drohnenangriff auf die Energieinfrastruktur zurückzuführen. Gladkow erklärte, dass fünf von zehn abgefeuerten Drohnen zwar abgeschossen werden konnten, dennoch entstanden erhebliche Schäden an Energieanlagen, Wohngebäuden, Autos und sogar an einer Kirche.

Das russische Verteidigungsministerium behauptete am Morgen, innerhalb von 24 Stunden neben Raketenschlägen auch 541 ukrainische Drohnenangriffe abgewehrt zu haben. Diese Angaben sind von unabhängiger Seite jedoch nicht überprüfbar. Das Ministerium teilte zudem mit, dass bei den russischen Angriffen in der Ukraine unter anderem Objekte der Energie- und Verkehrsinfrastruktur gezielt angegriffen worden seien.

Krieg geht in fünftes Jahr

Russland überzieht die Ukraine seit genau vier Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg. An diesem Dienstag, dem traurigen Jahrestag des Kriegsbeginns am 24. Februar 2022, geht die Invasion in ihr fünftes Jahr. Die anhaltenden gegenseitigen Luftangriffe unterstreichen die weiterhin angespannte und gewaltsame Lage an der Front.

Die Region Odessa am Schwarzen Meer bleibt ein häufiges Ziel russischer Luftangriffe, während die ukrainischen Streitkräfte mit Gegenangriffen auf russisches Grenzgebiet wie Belgorod reagieren. Die humanitäre und infrastrukturelle Lage in beiden Regionen verschlechtert sich durch die anhaltenden Kampfhandlungen kontinuierlich.

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