Massiver russischer Drohnenangriff bei Tageslicht trifft ukrainische Städte
In einem beispiellosen Angriff bei hellem Tageslicht hat Russland die Ukraine mit Hunderten Drohnen attackiert. Die Hauptstadt Kyjiw und das westukrainische Lwiw standen im Fokus der Angriffe, die zu Verletzten und erheblichen Schäden führten. Dieser Angriff markiert eine deutliche Eskalation der russischen Kriegsführung, die normalerweise Nachtangriffe bevorzugt.
Schwerwiegende Folgen für Lwiw und historisches Welterbe
In Lwiw wurde mindestens ein Wohnhaus im historischen Zentrum der Stadt getroffen, wie Militärgouverneur Maksym Kosyzkyj mitteilte. Mehrere Menschen wurden bei dem Angriff verletzt. Besonders alarmierend ist die Beschädigung von Teilen des historischen Zentrums, das zum Unesco-Weltkulturerbe gehört. Die Zerstörung kulturell bedeutender Stätten stellt eine zusätzliche Dimension des Konflikts dar.
Bereits in der vorangegangenen Nacht hatte Russland die Ukraine mit Drohnen angegriffen. Ukrainischen Angaben zufolge kamen dabei mindestens vier Menschen ums Leben, 21 weitere wurden verletzt. Die ukrainische Luftwaffe berichtete, dass fast alle Regionen des Landes von den Angriffen betroffen waren.
Umfang der Angriffe und ukrainische Abwehr
Russland schickte laut ukrainischen Militärangaben insgesamt 392 Drohnen und 34 Raketen in die Ukraine. Die meisten dieser Angriffswaffen konnten von der ukrainischen Luftabwehr abgefangen werden, doch die schiere Menge der eingesetzten Waffen überforderte teilweise die Verteidigungssysteme. Die massive Eskalation zeigt die anhaltende Intensität des russischen Angriffskrieges.
Warnungen von Selenskyj und internationale Dimension
Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte kurz vor den Angriffen unter Berufung auf Geheimdienstinformationen vor einem unmittelbar bevorstehenden Großangriff Russlands gewarnt. Angesichts der hohen Zahlen an Drohnen- und Raketenschlägen betonte Selenskyj, dass mehr Schutz vor russischen Angriffen erforderlich sei.
Der ukrainische Präsident mahnte immer wieder, auch angesichts der internationalen Aufmerksamkeit für andere Konflikte wie den Irankrieg, nicht nachzulassen bei der Unterstützung für die Ukraine. Er forderte die Umsetzung aller Vereinbarungen zur Flugabwehr und betonte die Bedeutung europäischer Raketenproduktion für die Verteidigung.
Weitere Schäden in anderen Regionen
Neben den Angriffen auf Lwiw und Kyjiw meldeten ukrainische Behörden Schäden in weiteren Regionen:
- In Zaporischschja und Poltava wurden Wohngebäude beschädigt und Brände ausgelöst
- Gegen Schostka in der Region Sumy wurden fast 40 Drohnen eingesetzt
- In Slatyne in der Region Charkiv kam es zu weiteren Angriffen
Die Rettungsarbeiten in den betroffenen Regionen laufen auf Hochtouren, während die ukrainische Bevölkerung erneut mit den Folgen massiver russischer Angriffe konfrontiert ist.



