Nahost-Konflikt eskaliert: USA lockern Ölsanktionen, Trump droht Iran mit Zerstörung
Nahost-Konflikt: USA lockern Ölsanktionen, Trump droht Iran

Eskalation im Nahen Osten: USA lockern Ölsanktionen, Trump droht mit Vernichtung Irans

Die Situation im Nahen Osten spitzt sich weiter zu. Während die USA und Israel ihre Angriffe auf Iran fortsetzen, hat die US-Regierung eine vorübergehende Lockerung der Ölsanktionen gegen Russland beschlossen. Gleichzeitig droht US-Präsident Donald Trump der iranischen Führung mit vollständiger Zerstörung.

USA erlauben Verkauf russischen Erdöls

Angesichts stark gestiegener Energiepreise infolge des Irankriegs hat das US-Finanzministerium eine Lizenz erteilt, die den Verkauf von russischem Rohöl und Erdölprodukten bis zum 11. April erlaubt. Diese Ausnahmegenehmigung betrifft nach Angaben aus Moskau 100 Millionen Barrel. Die Entscheidung folgt auf ein Telefonat zwischen Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Der Kreml rechnet damit, dass diese Maßnahme nicht ausreichen wird. Kirill Dmitrijew, Chefunterhändler von Wladimir Putin, erklärte bei Telegram, angesichts der wachsenden Energiekrise scheine eine weitere Lockerung der Restriktionen unvermeidlich zu sein – trotz des Widerstands einiger "Brüsseler Bürokraten".

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Trump droht Iran mit vollständiger Zerstörung

US-Präsident Donald Trump hat seine Drohungen gegen Iran erneuert. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er: "Wir zerstören das terroristische Regime Irans vollständig – militärisch, wirtschaftlich und auf andere Weise." Trump behauptete weiter, die iranische Marine sei verschwunden, ihre Luftwaffe existiere nicht mehr, und Raketen, Drohnen sowie alles andere werde vernichtet.

Der Republikaner argumentierte, die USA verfügten über beispiellose Feuerkraft, unbegrenzte Munition und viel Zeit. Allerdings wird diese Behauptung von vielen Experten und politischen Gegnern infrage gestellt. Einem Bericht der "Financial Times" zufolge haben die USA seit Kriegsbeginn Munitionsvorräte für mehrere Jahre verbraucht, darunter moderne Langstreckenraketen vom Typ Tomahawk.

Sirenen auf Nato-Stützpunkt Incirlik

Auf dem türkischen Luftwaffenstützpunkt Incirlik, der auch von der Nato genutzt wird, sind am Freitagmorgen Sirenen zu hören gewesen. Türkische Medien sowie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichteten über den Vorfall, ohne weitere Einzelheiten zu nennen. Die Bewohner der etwa zehn Kilometer entfernten Stadt Adana wurden dem Nachrichtenportal "Ekonomim" zufolge gegen 3.25 Uhr von den Sirenen geweckt.

Videos in Onlinediensten zeigen ein leuchtendes Objekt am Himmel, bei dem es sich womöglich um eine Rakete handelt. Seit Beginn des Irankriegs hat die Türkei bereits zweimal eine Rakete abgefangen, die Ankara zufolge von Iran auf türkisches Staatsgebiet abgefeuert worden war.

Weitere Entwicklungen im Konflikt

Die Lage bleibt angespannt:

  • Der neue Oberste Führer Irans, Mojtaba Khamenei, hat sein erstes Statement im Staatsfernsehen verlesen lassen und Rache angekündigt
  • Die Straße von Hormus bleibt weiter blockiert, was den Welthandel erheblich beeinträchtigt
  • Im Irak ist ein US-Tankflugzeug abgestürzt, eine irakische Miliz beansprucht den Abschuss für sich
  • Die saudi-arabische Armee meldet die Zerstörung Dutzender Drohnen in ihrem Luftraum
  • Bei einem Drohnenangriff im Nordirak ist ein französischer Soldat getötet worden

Wirtschaftliche Auswirkungen

Der Konflikt hat erhebliche wirtschaftliche Folgen:

  1. Die Ölpreise notieren auf dem höchsten Niveau seit fast vier Jahren
  2. Wirtschaftsforscher warnen vor einem Anstieg der Inflation auf bis zu sechs Prozent bei längerer Kriegsdauer
  3. Deutschland könnte in eine Rezession rutschen, sollte der Krieg länger als vier Wochen dauern
  4. Die Gasspeicher in Europa sind nur zu 20 Prozent gefüllt, was für den Winter problematisch werden könnte

Die Internationale Energieagentur spricht von der "größten Versorgungsstörung in der Geschichte des globalen Ölmarktes". Die etwa 55 Kilometer breite Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, ist de facto gesperrt.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche erwägt staatliche Eingriffe in die Erdgasversorgung. Ihr Haus prüfe derzeit, "welches das geeignete Kriseninstrument" sei, sagte Reiche dem "Handelsblatt".

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