Nach sechs Jahren Pause: Nordkorea und China nehmen Zugverbindung zwischen Pjöngjang und Peking wieder auf
Nordkorea-China: Zugverbindung nach sechs Jahren Pause reaktiviert

Wichtige Verkehrsader nach sechsjähriger Pause wieder aktiv

Nach einer Unterbrechung von sechs Jahren wird die Zugverbindung zwischen Nordkorea und China offenbar wieder aufgenommen. Wie die staatliche chinesische Eisenbahn der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap mitteilte, soll der Pendelverkehr zwischen Pjöngjang und Peking bereits am 12. März wieder starten. Damit wird eine entscheidende Verkehrsverbindung zwischen Nordkorea und seinem wichtigsten Wirtschaftspartner reaktiviert.

Grenzschließung während der Pandemie als Ursache

Die Strecke war seit dem Jahr 2020 unterbrochen, nachdem Nordkorea als Reaktion auf die COVID-19-Pandemie seine Grenzen vollständig geschlossen hatte. In den vergangenen Monaten hat das isolierte Land jedoch schrittweise einige Reisebeschränkungen gelockert, da der begrenzte grenzüberschreitende Austausch mit Nachbarländern wieder aufgenommen wurde. Vor der Pandemie stellten chinesische Besucher den größten Anteil der ausländischen Touristen in Nordkorea dar.

Chinesische Unterstützung für den Personenverkehr

Das chinesische Außenministerium betonte am Dienstag die Bedeutung dieser Entwicklung. "Die Fortsetzung des regulären Personenverkehrs mit Nordkorea ist von großer Bedeutung", erklärte Guo Jiakun, Sprecher des Ministeriums, auf einer Pressekonferenz. China unterstütze die zuständigen Behörden beider Seiten dabei, die Kommunikation zu verstärken, um günstigere Bedingungen für den bilateralen Personenverkehr zu schaffen.

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Eingeschränkter Betrieb zunächst nur für bestimmte Personengruppen

Der Zug wird viermal pro Woche verkehren und gegen 17:30 Uhr Ortszeit in Peking abfahren, um am nächsten Tag gegen 18:00 Uhr in Pjöngjang anzukommen. Allerdings werden zunächst nur die letzten beiden Waggons Passagiere befördern, hauptsächlich Diplomaten oder Personen in offizieller Mission. Der Verkauf von Fahrkarten an die allgemeine Öffentlichkeit sei nur möglich, wenn Plätze verfügbar sind, wie ein Bahnbeamter gegenüber Yonhap erklärte.

Tourismus bleibt weiterhin stark eingeschränkt

Für die meisten ausländischen Touristen bleibt Nordkorea jedoch weiterhin geschlossen. Lediglich wenige Ausnahmen gibt es, die sich weitgehend auf russische Reisegruppen unter streng kontrollierten Bedingungen beschränken, wie Reiseveranstalter berichten, die Touren in das Land organisieren. Die Wiederaufnahme der Zugverbindung könnte dennoch als erster Schritt zur schrittweisen Öffnung Nordkoreas für den internationalen Tourismus interpretiert werden.

Die Reaktivierung dieser wichtigen Verkehrsroute markiert einen bedeutenden Moment in den bilateralen Beziehungen zwischen China und Nordkorea und könnte langfristig zu einer Normalisierung des Reiseverkehrs zwischen den beiden Ländern führen.

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