Raketenalarm in Israel: Viele Israelis wurden im Schlaf überrascht
Explosionen, Verletzte und die Suche nach Schutz in Bunkern: Die Bevölkerung in Israel hat erste direkte Auswirkungen von Irans Vergeltungsschlägen zu spüren bekommen. SPIEGEL-Korrespondent Thore Schröder schildert seine eindrücklichen Beobachtungen aus Tel Aviv.
Überraschung am frühen Morgen
Viele Israelis lagen noch in ihren Betten, als heute Morgen gegen 8.15 Uhr Ortszeit die Smartphones schrillten. Die Warnhinweise wiesen zunächst darauf hin, dass Angriffe gegen Iran gestartet worden waren und sich die Bürgerinnen und Bürger auf mögliche Gegenangriffe einstellen sollten.
Es dauerte dann ungefähr zwei Stunden, bis tatsächlich Raketen aus Iran in Richtung Israel flogen. Im Zentrum von Tel Aviv strömten die Menschen daraufhin zu den Nachbarschaftsbunkern.
Disziplinierte Ruhe in den Schutzräumen
Es war wirklich erstaunlich zu sehen, wie ruhig und diszipliniert sich die Menschen in den Bunkern verhielten. Diese Gelassenheit ist jedoch vor dem Hintergrund zu verstehen, dass die Israelis seit mehr als zwei Jahren fast pausenlos auf Krieg eingestellt sind.
Die Situation verdeutlicht die anhaltende Spannung in der Region. Die Raketenangriffe markieren eine neue Eskalationsstufe in dem langjährigen Konflikt.



