Schwere russische Luftangriffe auf Kyjiw: Vier Tote und zahlreiche Verletzte
Russische Luftangriffe auf Kyjiw: Vier Tote, 15 Verletzte

Schwere russische Luftangriffe auf Kyjiw fordern vier Todesopfer

In der Nacht auf Samstag hat Russland die Ukraine erneut mit einer massiven Luftoffensive angegriffen. Nach offiziellen Angaben wurden dabei vier Menschen getötet und mindestens 15 weitere verletzt. Die ukrainische Flugabwehr konnte zwar zahlreiche Geschosse abfangen, doch die Angriffe verursachten dennoch erhebliche Zerstörungen.

Zahlreiche Objekte beschädigt – Infrastruktur schwer getroffen

Laut Mykola Kalaschnyk, dem Gouverneur der Region Kyjiw, wurden bei den Angriffen etwa 30 Objekte beschädigt. Darunter befinden sich private Wohnhäuser, größere Wohnblocks, Schulen, ein Kindergarten, Infrastrukturanlagen und Fahrzeuge. Besonders schwer betroffen waren die Landkreise um die Städte Browary und Obuchiw. Auch die Hauptstadt Kyjiw selbst erlitt erhebliche Schäden, was zu Stromausfällen und dem Ausfall des öffentlichen Nahverkehrs in mehreren Stadtbezirken führte.

Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte sich besorgt über die Eskalation und warnte davor, dass Russland versuchen könnte, den Krieg im Nahen Osten auszunutzen, um in Europa weitere Zerstörung anzurichten. Als Hauptziel der Angriffe identifizierte er die Energieinfrastruktur in der Region Kyjiw.

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Massiver Einsatz von Drohnen und Raketen

Selenskyj zufolge richtete sich der Angriff mit rund 430 Drohnen und 68 Raketen auch gegen die Regionen Sumy, Charkiw, Dnipro und Mykolajiw. Die meisten Geschosse seien von der ukrainischen Flugabwehr abgefangen worden. Dennoch forderte der Präsident die Verbündeten der Ukraine auf, die Produktion wichtiger Flugabwehrwaffen zu erhöhen, um sich besser gegen derartige Angriffe zu schützen.

Die russischen Streitkräfte attackieren im seit mehr als vier Jahren andauernden Krieg regelmäßig ukrainische Ortschaften, die weit hinter der Frontlinie liegen. Diese jüngste Offensive veranlasste auch das Nato- und EU-Mitglied Polen, seine Kampfjets zum Schutz des eigenen Luftraums aufsteigen zu lassen. Das polnische Militär teilte jedoch mit, dass keine Verletzungen des Luftraums festgestellt wurden.

Die humanitäre Lage in der betroffenen Region bleibt angespannt, während die ukrainischen Behörden mit den Aufräumarbeiten und der Versorgung der Verletzten fortfahren. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklungen mit großer Sorge.

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