Russland beschießt Kyjiw während Nato-Gipfel mit Raketen
Russland beschießt Kyjiw während Nato-Gipfel

Während des Nato-Gipfels in Ankara hat Russland die ukrainische Hauptstadt Kyjiw erneut mit ballistischen Raketen angegriffen. Kurz nach Mitternacht (Ortszeit) erschütterten mehrere Explosionen die Dreimillionenstadt. Wie Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP aus der ukrainischen Hauptstadt berichteten, erfolgte die erste heftige Explosion noch vor Ertönen der Luftschutzsirenen.

Bürgermeister Klitschko warnt Bevölkerung

„Der Feind greift die Hauptstadt mit ballistischen Raketen an. Bleiben Sie in den Schutzräumen“, schrieb Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram. Ihm zufolge gerieten mehrere Lagerhallen sowie ein weiteres „Nicht-Wohngebäude“ in zwei Stadtteilen auf beiden Seiten des Dnipro in Brand. Nach Angaben des Rettungsdienstes wurden zwei Menschen bei dem nächtlichen Angriff verletzt, einer musste im Krankenhaus behandelt werden.

Auch die ostukrainische Großstadt Charkiw wurde Behördenangaben zufolge in der Nacht angegriffen. In zwei Bezirken wurden Raketeneinschläge registriert, wie Bürgermeister Ihor Terechow auf Telegram mitteilte. Mehr als zehn Häuser seien beschädigt worden.

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Selenskyj wirbt beim Nato-Gipfel um Unterstützung

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher Unterstützung gegen eine russische Invasion. Am Rande des Nato-Gipfels werden heute Gespräche zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und US-Präsident Donald Trump erwartet. Selenskyj will primär größere Lieferungen dringend benötigter Patriot-Flugabwehrraketen zur Abwehr russischer ballistischer Raketen erreichen. Binnen einer Woche wurde Kyjiw bereits zum dritten Mal vom russischen Militär mit derartigen Raketen angegriffen.

Milliardenschwere Militärhilfen geplant

Zum Abschluss des Gipfels soll die Ukraine ein neues Versprechen für milliardenschwere Militärhilfen erhalten, um ihren Abwehrkampf gegen Russland fortzusetzen. Vorgesehen ist laut dem Text für die Abschlusserklärung eine Mindestfinanzierung von je 70 Milliarden Euro für militärische Ausrüstung, Unterstützung und Ausbildung für dieses und nächstes Jahr.

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