Nato-Gipfel in Ankara: Rutte hält US-Angriffe auf Iran für notwendig
Rutte: US-Angriffe auf Iran notwendig

Der zweite Tag des Nato-Gipfels in Ankara wird von der jüngsten Eskalation zwischen den USA und dem Iran überschattet. Nato-Generalsekretär Mark Rutte bezeichnete die US-Angriffe auf etwa 85 Ziele im Iran als „absolut notwendig“. Das US-Militär hatte die Offensive als Reaktion auf iranische Provokationen gestartet; der Iran antwortete mit Gegenschlägen.

Rutte zeigt Verständnis für US-Militäraktion

Rutte betonte, dass die Angriffe nicht grundlos erfolgten, sondern der Sicherheit der Region dienten. „Die USA haben sich in einer schwierigen Lage befunden und mussten handeln“, sagte der Nato-Chef am Rande des Gipfels. Die Allianz stehe fest an der Seite Washingtons. Die Diskussionen am zweiten Gipfeltag würden sich daher intensiv mit der Lage am Persischen Golf befassen.

Eskalation überschattet Gipfelagenda

Ursprünglich sollten Themen wie die Aufstockung der Verteidigungsausgaben und die Lage in der Ukraine im Vordergrund stehen. Doch die neuen Militärschläge verschieben den Fokus. Die Nato-Staaten beraten nun über eine gemeinsame Reaktion und mögliche Schutzmaßnahmen für ihre Verbündeten in der Region. Der iranische Gegenschlag forderte nach ersten Berichten mehrere Todesopfer, die genaue Zahl ist noch unklar.

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GlobalEye-Deal und Rüstungswettlauf

Ein weiteres Thema ist die geplante Anschaffung des Frühwarnsystems GlobalEye, das die Nato-Aufklärung verbessern soll. Kritiker befürchten jedoch, dass der Deal mit Schweden den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump verärgern könnte, der auf amerikanische Systeme setzt. Parallel wächst die Sorge, dass die Nato im Rüstungswettlauf mit Russland ins Hintertreffen gerät. „Wir müssen schneller und flexibler werden“, mahnte ein hoher Nato-Diplomat.

Erdoğans Machtdemonstration

Gastgeber Recep Tayyip Erdoğan nutzt den Gipfel zur Machtdemonstration. Der Empfang im riesigen Präsidentenpalast in Ankara unterstreicht seinen Anspruch auf eine Führungsrolle in der Allianz. Beobachter sehen darin auch ein Signal an die Bündnispartner, dass die Türkei trotz innerer Spannungen ein unverzichtbarer Partner sei.

Der Nato-Gipfel endet am heutigen Abend mit einer Abschlusserklärung, die voraussichtlich die Unterstützung für die USA bekräftigen wird.

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