Erst jetzt freigegebene Satellitenbilder zeigen deutlich größere Schäden an US-Stützpunkten im Krieg am Golf, als zunächst öffentlich eingeräumt wurde. Während US-Präsident Donald Trump (79) immer wieder hervorhebt, wie schwer der Iran getroffen worden sei, dokumentieren die Fotos auch massive Zerstörungen auf amerikanischer Seite.
Hintergrund der Bildfreigabe
Zu Beginn des Krieges schränkte das Pentagon den Zugang zu kommerziellen Satellitenbildern ein. Teilweise wurden Aufnahmen erst Wochen später freigegeben. Nach Recherchen unter anderem der „Washington Post“ wurden an mindestens 15 US-Militärstandorten 228 Gebäude und zentrale Militäranlagen beschädigt oder zerstört. Betroffen sind Einrichtungen in Kuwait und Bahrain, darunter Standorte der Fifth Fleet sowie Camp Buehring und Camp Arifjan.
Gezielte Angriffe auf Personal
Die Aufnahmen machen deutlich, wie gezielt die Angriffe geführt wurden. Militärbeobachter gehen davon aus, dass Iran vor allem dort zuschlug, wo sich viel Personal konzentrierte. Nach Angaben des regionalen Oberkommandos CENTCOM wurden bis Anfang April 13 US-Soldaten getötet und 381 weitere verletzt. Die US-Plattform „The Intercept“ berichtet dagegen von „knapp 750“ getöteten oder verletzten US-Angehörigen.
Irans Strategie: Drohnen und Raketen
Iran setzte im Verlauf des Krieges vor allem auf Raketen- und Drohnenangriffe. Diese Strategie sollte die Luftverteidigung dauerhaft beschäftigen und Waffen binden. Die amerikanischen Stützpunkte wurden über Wochen hinweg abgenutzt und unter Druck gesetzt.
Mögliche chinesische Unterstützung
Für Fragen sorgen Berichte über mögliche Unterstützung aus China. Die „Financial Times“ schrieb, Iran habe einen chinesischen Erdbeobachtungssatelliten namens TEE-01B genutzt. Demnach wurde das System 2024 von den Revolutionswächtern erworben und von China ins All gebracht. Der Satellit überflog vor und nach Angriffen mehrere US-Stützpunkte am Golf. Analysten staunten über die hohe Präzision der iranischen Schläge.
Die neuen Erkenntnisse werfen ein kritisches Licht auf die offizielle Darstellung des Kriegsverlaufs und die Transparenz der US-Regierung.



