Münchner Sicherheitskonferenz 2026 mit Bundeskanzler Merz eröffnet
Vom 13. bis 15. Februar 2026 findet im Hotel Bayerischer Hof am Promenadeplatz in München die 62. Münchner Sicherheitskonferenz statt. Das internationale Forum für Sicherheits- und Außenpolitik versammelt erneut Staats- und Regierungschefs, Minister sowie Fachleute aus aller Welt. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Konferenz am Freitag offiziell eröffnet und steht damit im Fokus der internationalen Politik.
Protestaktionen und Demonstrationen begleiten die Siko
Bereits vor Beginn der Konferenz machten Greenpeace-Aktivisten auf sich aufmerksam, indem sie sich von einem Baukran in etwa 60 Metern Höhe abseilten und ein Banner entrollten. Sie protestieren gegen die europäische Abhängigkeit von Flüssiggaslieferungen aus Russland und den USA.
Am Samstag sind zahlreiche Demonstrationen angekündigt:
- Eine Kundgebung für Menschenrechte im Iran auf der Theresienwiese mit erwarteten 100.000 Teilnehmern.
- Die traditionelle Siko-Demo des Aktionsbündnisses gegen die Nato-Sicherheitskonferenz vom Stachus zum Rathaus mit etwa 4.000 Teilnehmern.
- Eine Menschenkette durch die Fußgängerzone vom Stachus zum Marienplatz.
- Weitere Kundgebungen am Odeonsplatz, Max-Joseph-Platz und Königsplatz zu verschiedenen Themen.
Die Polizei rechnet mit Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet und Europa und hat Verkehrsmaßnahmen angekündigt.
Umfrage zeigt verändertes Deutschland-USA-Verhältnis
Eine YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur zeigt ein verändertes Verhältnis der Deutschen zu den USA: 49 Prozent der Befragten nehmen die Vereinigten Staaten unter Präsident Donald Trump eher als Gegner wahr, nur 16 Prozent überwiegend als Partner. Im Vergleich dazu wird Russland von 76 Prozent als Gegner eingestuft.
Verkehrseinschränkungen und Sperrungen im Münchner Zentrum
Rund um den Promenadeplatz gelten bis Sonntag zwei Sicherheitsbereiche:
- Eine innere Zone nur für Konferenzteilnehmer und akkreditierte Personen.
- Ein äußerer Bereich für Anwohner und Personen mit berechtigtem Interesse.
Der Abschnitt Karlsplatz – Maxmonument ist für Tram und Bus gesperrt. Die Stadtwerke München empfehlen die Nutzung von U- und S-Bahn. Betroffene Haltestellen wie Lenbachplatz und Marienplatz werden nicht angefahren, verschiedene Tramlinien werden umgeleitet.
Kuriosität: „Tatort“-Dreharbeiten auf der Siko
Die Sicherheitskonferenz dient dieses Wochenende als Kulisse für Dreharbeiten eines neuen Münchner „Tatorts“. Das Ermittlerduo Kalli Hammermann und Nikola Buvak ermittelt im Fall einer getöteten Dolmetscherin, wobei der Täter sich auf dem streng gesicherten Konferenzgelände aufhalten soll.
Die Polizei ist mit einem Großeinsatz im Einsatz, um die Sicherheit während der Konferenz und der begleitenden Veranstaltungen zu gewährleisten. Die AZ berichtet kontinuierlich im Newsblog über alle Entwicklungen.



