Tag 7 im Iran-Krieg: Eskalation im Libanon und massive Ölpreis-Steigerung
Am siebten Tag der militärischen Auseinandersetzung mit dem Titel „Operation Epische Wut“ meldet die israelische Armee einen bedeutenden Schlag gegen das iranische Regime. Mit einem massiven Einsatz von mehr als 50 Kampfflugzeugen wurden nach israelischen Angaben unterirdische Bunkeranlagen der iranischen Führung in Teheran zerstört. Diese Bunker waren speziell für Notlagen errichtet worden und stellen einen zentralen Teil der iranischen Verteidigungsinfrastruktur dar.
Israelische Luftangriffe treffen iranische Führungsbunker
Die israelischen Streitkräfte gaben am Freitag bekannt, dass sie eine großangelegte Bombardierung gegen eine Bunkeranlage durchgeführt haben, die für die iranische Führungselite bestimmt war. Teheran hat über Jahrzehnte hinweg ein Netzwerk von Untergrundanlagen für verschiedene Zwecke und Notfälle aufgebaut. Seit Beginn der gemeinsamen US-israelischen Angriffe am vergangenen Samstag sind bereits mehrere dieser strategischen Anlagen ins Visier genommen worden. Die Zerstörung dieser Bunker soll die Handlungsfähigkeit des Regimes weiter einschränken.
Krieg im Libanon: Hisbollah und Israel verstärken Angriffe
Parallel zu den Luftschlägen im Iran hat sich der Konflikt im Libanon dramatisch verschärft. Die israelische Armee und die Hisbollah-Miliz haben ihre gegenseitigen Angriffe intensiviert. Israel flog Luftangriffe auf Infrastrukturen der Hisbollah im südlichen Beiruter Vorort Dahijeh, während die Hisbollah allein am Freitag nach israelischen Angaben 70 Raketen auf israelisches Territorium abfeuerte.
Die israelischen Streitkräfte haben die Bewohner Beiruts aufgefordert, die südlichen Vororte zu verlassen, was zu Panik und Massenflucht unter der Zivilbevölkerung führte. Laut Armeesprecher Nadav Schoschani hat Israel seit Beginn der Angriffe im Libanon in dieser Woche über 500 Ziele im ganzen Land angegriffen und mehr als 70 Hisbollah-Kämpfer getötet. Das libanesische Gesundheitsministerium meldet hingegen 217 Tote seit der jüngsten Eskalation.
US-Regierung: Kriegsziele in vier bis sechs Wochen erreichbar
Die US-Administration unter Präsident Donald Trump geht davon aus, dass die militärischen Ziele im Iran innerhalb von vier bis sechs Wochen erreicht werden können. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, betonte, dass das US-Militär über ausreichende Munitionsbestände für den anhaltenden Konflikt verfüge. Trump und Verteidigungsminister Pete Hegseth planen zudem ein Treffen mit führenden Rüstungsherstellern, um die weitere Versorgung sicherzustellen.
Ölpreis explodiert auf über 92 Dollar je Barrel
Die anhaltenden Kampfhandlungen haben zu einer massiven Verunsicherung an den globalen Rohstoffmärkten geführt. Der Ölpreis ist am Freitag dramatisch gestiegen und erreichte ein Tagesplus von über 17 Prozent. Die US-Sorte WTI notierte kurz vor 19 Uhr bei 92,5 Dollar je Barrel, während die Nordseesorte Brent auf über 94 Dollar kletterte. Seit Beginn der Operation Epische Wurt ist der Ölpreis damit um mehr als 34 Prozent gestiegen und hat das höchste Niveau seit September 2023 erreicht.
Britische Einschätzung: Iranisches Regime bleibt handlungsfähig
Trotz der schweren Schläge gegen die iranische Militärinfrastruktur geht das britische Außenministerium davon aus, dass das Regime in Teheran zumindest kurzfristig weiter handlungsfähig bleibt. In einer offiziellen Einschätzung vom Freitag erklärte London, dass die iranischen Raketen- und Drohnenangriffe zwar verlangsamt worden seien, was auf die erfolgreiche Zerstörung von Abschuss- und Luftverteidigungssysteme durch die USA und Israel zurückzuführen sei. Der Iran verlagere jedoch seinen Fokus zunehmend auf Wirtschafts- und Energieanlagen als Ziele.
Die militärische Führung des Iran sei zwar geschwächt, aber das Regierungssystem bleibe intakt und könne weiterhin operieren. Diese Einschätzung unterstreicht die komplexe Natur des Konflikts, der trotz erheblicher Verluste auf iranischer Seite noch nicht entschieden ist.



