Trump attackiert Merz: „Ukraine-Krieg nicht unser Krieg“ als Reaktion auf deutsche Iran-Politik
Trump attackiert Merz: „Ukraine-Krieg nicht unser Krieg“

Trump kontert Merz mit deutlichen Worten

Was einst als harmonische Beziehung zwischen den Staatschefs begann, zeigt nun tiefe Risse. US-Präsident Donald Trump (79) hat Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) scharf kritisiert und dabei die deutsche Haltung zum Iran-Konflikt mit der amerikanischen Position zur Ukraine gleichgesetzt.

Von Lob zu Konfrontation

Zu Beginn von Merz' Amtszeit wurde der Umgang der beiden Politiker noch als beispielhaft gelobt. Medien sprachen von einer harmonischen Beziehung und sogar von einer „Männerfreundschaft“. Diese Zeiten scheinen jedoch vorbei zu sein, wie Trumps jüngste Äußerungen deutlich machen.

Der Konflikt entzündete sich an Deutschlands wechselnder Haltung im Iran-Krieg. Während des sogenannten Zwölf-Tage-Krieges zwischen Israel und dem Iran im Jahr 2025 positionierte sich Merz noch klar auf Seiten Israels und der USA. Er äußerte damals, dass Israel „die Drecksarbeit auch für Deutschland“ erledige.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Die Wende in der deutschen Position

Als die israelisch-amerikanische Koalition Ende Februar 2026 erneut militärische Maßnahmen gegen den Iran ergriff, distanzierte sich Merz plötzlich. Bei einem Besuch in Norwegen Mitte März erklärte er: „Deutschland ist nicht Teil dieses Krieges, und wir wollen es auch nicht werden.“

Diese Aussage entsprach der Position von SPD-Ministern in der Bundesregierung. Verteidigungsminister Boris Pistorius (66, SPD) und Vizekanzler Lars Klingbeil (48, SPD) hatten zuvor bereits betont, der Iran-Krieg „ist nicht unser Krieg“.

Trumps scharfe Reaktion

Bei einer Kabinettssitzung im Weißen Haus konterte Trump diese Haltung nun mit deutlichen Worten. „Nun, die Ukraine ist nicht unser Krieg“, soll er dem „head of Germany“ mitgeteilt haben. Die deutsche Reaktion auf die Iran-Politik bezeichnete er als „unangemessen“.

Ein weiteres Zeichen der Entfremdung: Trump nannte Merz in seiner Äußerung nicht einmal beim Namen, sondern bezog sich lediglich auf den „deutschen Regierungschef“.

Größere geopolitische Spannungen

Das Zerwürfnis zwischen Deutschland und den USA findet vor dem Hintergrund größerer geopolitischer Spannungen statt. Trump arbeitet aktuell an einer Allianz zur militärischen Absicherung der strategisch wichtigen Straße von Hormus.

Der Iran blockiert diese Meerenge seit längerem und schränkt damit den weltweiten Ölhandel erheblich ein. Da sich die NATO-Verbündeten gegen eine gemeinsame Mission in der Region ausgesprochen haben, hat Trump sie bereits mehrfach scharf kritisiert.

Die langfristigen Folgen dieser diplomatischen Verstimmung zwischen Berlin und Washington bleiben ungewiss. Die einst als stabil beschriebene Beziehung zwischen Merz und Trump zeigt sich nun von einer deutlich konfliktreicheren Seite.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration