Schlimmere Folgen als hohe Preise: Trumps Politik bereitet Terrorwelle den Boden
Die schwindelerregenden Preise an deutschen Tankstellen und die Engpässe bei Helium für medizinische Zwecke sind bereits spürbare Auswirkungen des Krieges der USA und Israels gegen den Iran. Doch mit jedem weiteren Kriegstag wächst eine weitaus bedrohlichere Gefahr für Deutschland: Die Destabilisierung des gesamten Nahen Ostens durch die Politik von US-Präsident Donald Trump könnte neue Wellen des islamistischen Terrorismus nach Europa exportieren.
Arabische Monarchien im Zerreißtest
Besonders betroffen von der Eskalation sind neben dem Libanon die arabischen Monarchien. Das iranische Regime zieht diese Länder – sowohl skrupellos als auch taktisch geschickt – mit seinen Angriffen in den Konflikt hinein. Die Herrscher dieser Staaten stehen vor einer unmöglichen Wahl: Entweder sie halten still und demonstrieren damit ihrer eigenen Bevölkerung, dass sie nicht in der Lage sind, sie zu schützen. Oder sie schlagen zurück und beteiligen sich indirekt an einem Angriff Israels auf den Iran. Beide Optionen führen zu einem massiven Verlust an Rückhalt und Legitimation.
Historische Verbindungen zum Terror
Die Verbindung zu Deutschland ist dabei alles andere als abstrakt. Fast alle großen islamistisch motivierten Terroranschläge in Nordamerika und Mitteleuropa seit dem Jahr 2001 gehen auf Urheber zurück, die ihre Ideologie und Unterstützung aus Ländern wie Saudi-Arabien oder Katar bezogen haben. Wenn Donald Trump an seiner aktuellen Politik festhält und diese Staaten durch den Iran-Krieg weiter massiv destabilisiert, wächst auch für die Bundesrepublik die konkrete Gefahr neuer Terrorwellen.
Folgen jenseits der Energiepreise
Neue Exportwellen des Terrorismus aus dem Nahen Osten hätten ungleich schlimmere Konsequenzen als die aktuell hohen Preise für Öl und Erdgas. Die Sicherheitslage in Deutschland könnte sich fundamental verschlechtern, was weit über wirtschaftliche Belastungen hinausgeht. Dies ist ein weiterer zwingender Grund, diesen Krieg möglichst rasch zu beenden – falls ein solches Ende überhaupt noch erreichbar ist angesichts der bereits tiefgreifenden Destabilisierung der Region.



