Geheime Gespräche über möglichen Bodeneinsatz im Iran
Laut einem aktuellen Bericht des Senders NBC erwägt US-Präsident Donald Trump (79) ernsthaft den Einsatz von Bodentruppen im Iran. Mehrere Quellen aus dem Umfeld des Präsidenten bestätigten, dass Trump in inoffiziellen Gesprächen „ernsthaftes Interesse“ an der Entsendung von US-Soldaten geäußert habe. Allerdings handele es sich dabei nicht um eine großangelegte Invasion, sondern um gezielte strategische Einsätze mit einem kleinen Kontingent.
Weißes Haus weist Bericht entschieden zurück
Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt (28), reagierte scharf auf die Veröffentlichung. Sie erklärte, der Bericht basiere auf „Annahmen von anonymen Quellen“, die nicht zum Team für Nationale Sicherheit von Präsident Trump gehörten. „Präsident Trump hält sich immer alle Optionen offen, aber jeder, der unterstellt, er bevorzuge die eine oder andere Option, beweist damit, dass er keinen wirklichen Platz am Verhandlungstisch hat“, so Leavitt.
Öffentliche versus private Position
In einem Telefoninterview mit NBC am Donnerstag (Ortszeit) hatte Trump den Einsatz von Bodentruppen nicht explizit ausgeschlossen, jedoch als Zeitverschwendung bezeichnet. Er argumentierte, die iranischen Mullahs hätten bereits alles verloren, was sie verlieren könnten – einschließlich ihrer Marine. Hinter vorgehaltener Hand soll der Präsident jedoch offener für einen möglichen Bodeneinsatz sein, als seine öffentlichen Aussagen vermuten lassen.
Venezuela als mögliches Vorbild
Um die Risiken eines Einsatzes zu minimieren, schwebt Trump laut dem Bericht ein ähnliches Vorgehen wie in Venezuela vor. Nachdem US-Spezialkräfte im Januar den venezolanischen Diktator Nicolás Maduro (63) festgesetzt hatten, unterstützten die USA seine Vizepräsidentin Delcy Rodríguez (56) als Nachfolgerin – unter der Bedingung einer USA-freundlichen Politik und Zustimmung zu einem Öl-Deal. Diese Strategie könnte als Blaupause für den Iran dienen.
Eskalation des Konflikts
Bislang wird der Krieg ausschließlich aus der Luft geführt. Ein Einsatz von Bodentruppen würde das Konfliktausmaß deutlich erhöhen und von den USA größere Opferbereitschaft fordern. Seit Beginn der Kämpfe am vergangenen Samstag sind bereits sechs US-Soldaten bei iranischen Gegenangriffen getötet und 18 verletzt worden. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi (63) hatte zuvor erklärt, Teheran sei auf eine Bodenoffensive vorbereitet – eine Aussage, die Trump als „nutzlosen Kommentar“ abtat.
Trump hatte zuletzt offen eingeräumt, bei der „Auswahl eines großartigen und akzeptablen Führers“ im Iran mitreden zu wollen. Eine endgültige Entscheidung über den Einsatz von Bodentruppen sei jedoch noch nicht gefallen, und es gebe bislang keinen Einsatzbefehl.



