Trump verkündet überraschend baldiges Ende des Iran-Konflikts
Inmitten anhaltender militärischer Auseinandersetzungen im Nahen Osten hat US-Präsident Donald Trump unerwartet ein baldiges Ende des Iran-Krieges in Aussicht gestellt. „Ich denke, der Krieg ist so gut wie beendet“, erklärte Trump in einem Telefoninterview mit dem US-Sender CBS News. Der Konflikt verlaufe „weit vor dem Zeitplan“, und das Hauptrisiko sei bereits überwunden. Der Präsident vermied jedoch eine konkrete zeitliche Festlegung für das Kriegsende.
Iranische Revolutionsgarden widersprechen entschieden
Die iranischen Revolutionsgarden reagierten umgehend und scharf auf Trumps Äußerungen. In einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Mitteilung betonten sie: „Wir sind diejenigen, die über das Ende des Krieges entscheiden. Die Bedingungen auf dem Schlachtfeld und das Ende des Krieges liegen in den Händen der Islamischen Republik.“ Diese klare Zurückweisung unterstreicht die weiterhin angespannte Lage zwischen den Konfliktparteien.
Finanzmärkte zeigen deutliche Erholung
Die internationalen Börsen reagierten positiv auf Trumps optimistische Einschätzung:
- Japans Leitindex Nikkei 225 legte zu Handelsbeginn um etwa drei Prozent zu.
- Südkoreas Kospi-Index startete mit einem beeindruckenden Plus von 5,5 Prozent.
- In China zeigten sowohl der Hongkonger Hang Seng Index (+1,3%) als auch der CSI-300-Index (+0,8%) moderate Gewinne.
Auch auf dem Energiemarkt sorgte die Aussicht auf ein baldiges Kriegsende für Entspannung: Der Preis für Rohöl der Sorte Brent fiel auf 89,20 US-Dollar pro Fass – ein Rückgang von gut 30 Dollar gegenüber dem Stand in der Nacht zum Montag.
Militärische Entwicklungen und regionale Eskalationen
Das israelische Militär meldete unterdessen zwei große Angriffswellen auf militärische Ziele im Iran. In Teheran sei eine Kommandozentrale der Al-Kuds-Brigaden getroffen worden, in Isfahan eine Waffenproduktions- und Lagerstätte. Israel und die USA begründen ihre Militäroperationen mit der Bedrohung durch Irans Raketen- und Atomprogramm.
Trump warnte den Iran zudem vor einer Störung der weltweiten Ölversorgung. Die strategisch wichtige Straße von Hormus müsse offen bleiben, betonte der US-Präsident und erwog sogar eine mögliche „Übernahme“ der Meerenge. Seit Beginn der Konflikte passieren kaum noch Schiffe diese für den globalen Ölhandel entscheidende Wasserstraße.
Humanitäre Konsequenzen und politische Entwicklungen
Bei einem iranischen Angriff auf Bahrain kam eine 29-jährige Frau ums Leben, acht weitere Personen wurden verletzt. Trotz iranischer Zusicherungen, Luftangriffe auf Nachbarländer einzustellen, meldeten mehrere Golfstaaten weiterhin Raketen- und Drohnenattacken.
In Syrien berichteten die Streitkräfte von einem Artillerieangriff der libanesischen Hisbollah-Miliz auf einen Militärstützpunkt nahe der Grenze. Die neue syrische Übergangsregierung unter Ahmed al-Scharaa bemüht sich, den iranischen Einfluss im Land zu reduzieren.
Massendemonstrationen im Iran
Staatliche Medien im Iran berichteten von Hunderttausenden Teilnehmern an organisierten Solidaritätskundgebungen für den neuen Revolutionsführer Modschtaba Chamenei. Trotz der Gefahr von Raketenangriffen durch die USA und Israel bekundeten Menschen in Teheran ihre Treue zum obersten Führer. Die Demonstrierenden erklärten laut Staatsmedien ihre Entschlossenheit, den Konflikt bis zum „endgültigen Sieg“ fortzusetzen.
Die widersprüchlichen Signale – Trumps optimistische Kriegsende-Prognose einerseits und die entschlossenen Gegenäußerungen der iranischen Führung andererseits – lassen auf eine weiterhin komplexe und unberechenbare Entwicklung im Nahost-Konflikt schließen.



