Trump droht neuem iranischen Führer mit Tötung bei Widerstand gegen USA
In Washington laufen die Wetten auf die Amtszeit des neuen iranischen Ober-Mullahs: Wie lange bleibt er im Amt? Wie lange bleibt er am Leben? Medienberichten zufolge hat US-Präsident Donald Trump (79) seinen Beratern gegenüber erklärt, er werde die Tötung von Modschtaba Chamenei (56) unterstützen, falls sich der neue „Oberste Führer“ des Iran-Regimes weigert, sich den Vereinigten Staaten zu beugen.
Atomprogramm als rote Linie
Die US-Zeitung „Wall Street Journal“ berichtet unter Berufung auf aktuelle und ehemalige US-Beamte, dass Trump es billigen würde, wenn Chamenei ein ähnliches Schicksal ereilt wie seinem Vater, dem kürzlich eliminierten Ayatollah Ali Chamenei (war 86). Dies gelte insbesondere, falls der Nachfolger nicht auf das umstrittene Atomprogramm des Regimes verzichtet. Das Weiße Haus lehnte eine offizielle Stellungnahme zu den Vorwürfen ab.
Trump äußert deutliche Kritik an der Nachfolge
Bereits am Montag hatte Trump der „New York Post“ gegenüber erklärt, er sei „nicht erfreut“ über die Ernennung Chameneis zum Führer des Iran-Regimes. In einem Interview mit POLITICO bezeichnete er die sich anbahnende Nachfolge als „inakzeptabel“ und fügte hinzu, dass sogar der verstorbene Vater seinen Sohn für das Amt als ungeeignet betrachtet habe. „Sogar sein Vater wollte Modschtaba Chamenei das Amt nicht geben, weil er ihn für inkompetent hielt“, so Trump wörtlich.
In sozialen Medien hatte der US-Präsident zudem klargestellt, dass er bei der Wahl eines „großartigen und akzeptablen“ Herrschers für den Iran nach einer „bedingungslosen Kapitulation“ mitbestimmen wolle. „Ich mache das nicht mit, um am Ende einen weiteren Chamenei zu bekommen“, sagte Trump letzte Woche dem „Time“-Magazin.
Israel könnte die Tötung durchführen
Laut den nicht namentlich genannten US-Beamten würden nicht die USA selbst den neuen Ober-Mullah töten, sondern wahrscheinlich Israel. Die israelische Regierung übernehme die Führungsrolle bei der Bekämpfung und Ausschaltung von Führungskräften des Iran-Regimes. Israel hatte bereits den Enthauptungsschlag zu Beginn des Konflikts durchgeführt, der neben dem Ajatollah auch die Frau und den Sohn von Modschtaba Chamenei tötete.
Als CNN Israels Außenminister Gideon Sa’ar (59) fragte, ob auch der jüngere Chamenei im Visier des Landes sei, antwortete dieser ausweichend: „Das müssen Sie abwarten.“
Chamenei gilt als Hardliner des Regimes
Experten halten es für unwahrscheinlich, dass sich Modschtaba Chamenei den USA beugen wird. Der neue Führer gilt als Hardliner des Gottesstaates und wurde von den mächtigen Revolutionsgarden auserkoren, die den militärischen Rückhalt des Systems sichern. Dass er das Streben nach Atomwaffen aufgeben oder einen Konflikt zu für die USA günstigen Bedingungen beenden wird, gilt Beobachtern zufolge als äußerst fraglich.
Während weltweit Exil-Iraner über den Tod von Ali Chamenei jubelten, inszenierten die Mullahs in Teheran eine aufwändige Trauerfeier, bei der die Nachfolge des zweitältesten von vier Söhnen offiziell begrüßt wurde. Die politischen Spannungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten bleiben damit auf einem gefährlich hohen Niveau.



