Trump verteidigt Iran-Kriegstempo mit historischen Vergleichen
Trump vergleicht Iran-Krieg mit Vietnam und WWII

Seit gut sechs Wochen läuft der Krieg der USA und Israels gegen Iran, das Ringen um ein langfristiges Friedensabkommen dauert an. US-Präsident Donald Trump sieht dennoch keinen Grund zur Eile – und vergleicht seinen Angriff mit anderen historischen Kriegen der USA. „Wir waren in Vietnam für 18 Jahre, wir waren viele Jahre im Irak“, sagte er bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Auch den Koreakrieg habe man sieben Jahre geführt, beim Zweiten Weltkrieg, „und das war ein richtig Dicker“, seien die USA fast fünf Jahre involviert gewesen. „Ich mache das jetzt sechs Wochen und deren Armee ist schon total besiegt“, prahlte Trump dann mit Blick auf Iran. „Drängen Sie mich nicht“, sagte er an die Reporterinnen und Reporter gewandt.

Historische Vergleiche hinken

Tatsächlich hinkt der historische Vergleich: Im Zweiten Weltkrieg hatten sich die USA gut dreieinhalb Jahre beteiligt, das letzte Kriegsjahr davon mit Bodentruppen in Europa. Auch bei den anderen von Trump aufgelisteten Kriegen gingen US-Strategen beim Kriegseintritt nicht von jahrelangen Konflikten aus. Ursprünglich hatte Trump gesagt, der Konflikt werde vier Wochen „oder weniger“ dauern. Nun sind es bereits sechs Wochen, und die USA haben einen dritten Flugzeugträger in die Region entsandt.

Dritter US-Flugzeugträger erreicht Nahost

Die USA und Israel hatten mit Angriffen auf Iran Ende Februar den Krieg begonnen. In der Nacht zum Freitag kam mit dem Flugzeugträger „USS George H.W. Bush“ der mittlerweile dritte US-Flugzeugträger in die Region. Das letzte Mal, dass die USA drei Flugzeugträger im dortigen Zuständigkeitsbereich hatten, sei 2003 gewesen, als die USA sich auf die Invasion des Iraks vorbereiteten, zitierte das „Wall Street Journal“ einen US-Beamten. Mit Blick auf den Krieg zeigte sich der US-Präsident dennoch weiter optimistisch. Das Land habe nur noch ein paar kleine Boote. Sollte das Regime während des Waffenstillstands seine Waffenvorräte „ein wenig“ auffüllen, könnte die US-Armee diese in etwa einem Tag aber wieder ausschalten.

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Waffenruhe zwischen Israel und Hisbollah verlängert

Den am Rande des Irankriegs schwelenden Konflikt zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon sieht Trump ebenfalls auf sicherem Weg. Die aktuelle Waffenruhe sei um drei Wochen verlängert worden. Das teilte er nach einem Treffen von Vertretern der verfeindeten Nachbarländer Israel und Libanon im Weißen Haus auf seiner Plattform Truth Social mit. Die derzeit geltende, zehntägige Waffenruhe wäre ohne eine Verlängerung am späten Sonntagabend ausgelaufen. Die Hisbollah-Miliz äußerte sich zunächst nicht dazu. Sie sprach aber der libanesischen Regierung das Recht ab, mit Israel Verhandlungen über ein Ende der Kämpfe zu führen. „Die libanesischen Behörden treten in Verhandlungen, ohne irgendein Druckmittel zu haben“, sagte der hochrangige Hisbollah-Funktionär Mahmud Komati lokalen Fernsehsendern. Direkte Verhandlungen bedeuteten die Anerkennung eines Feindes, „der unsere Menschen tötet“. Das Ziel Israels bestehe darin, der Hisbollah die Waffen zu nehmen.

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