Trump plant offenbar Entlassung von Justizministerin Pam Bondi
Washington (USA) – Die nächste Ministerin in der US-Regierung könnte ihren Posten verlieren. Laut einem Bericht der New York Times erwägt Präsident Donald Trump (79) die Entlassung von Justizministerin Pam Bondi (60). Die Zeitung beruft sich dabei auf vier Insider, die anonym bleiben wollen. Demnach ist Trump zunehmend frustriert über die Führung Bondis im Justizministerium.
Mehrere Kritikpunkte belasten das Verhältnis
Zu den Hauptkritikpunkten des Präsidenten gehören:
- Bondis Umgang mit den umstrittenen Epstein-Akten, die sich zu einer politischen Belastung für Trump entwickelt haben
- Ihre Schwächen als Kommunikatorin, über die sich Trump angeblich beschwert hat
- Die vermeintlich zu geringe Aggressivität des Ministeriums gegenüber politischen Gegnern des Präsidenten
Erst vor wenigen Tagen waren Trump und Bondi noch gemeinsam bei einer Diskussionsrunde in Tennessee zu sehen. Doch hinter den Kulissen scheint das Vertrauen geschwunden zu sein.
Lee Zeldin als wahrscheinlicher Nachfolger
Als möglicher Nachfolger für Bondi wird Lee Zeldin (46) gehandelt, der derzeit die Umweltschutzbehörde EPA leitet. Der ehemalige republikanische Kongressabgeordnete aus New York gilt als einer der verlässlichsten Gefolgsleute Trumps. „Er ist unsere Geheimwaffe“, sagte Trump im Februar bei einer Veranstaltung im Weißen Haus über Zeldin.
Offizielle Dementis und widersprüchliche Signale
Trump selbst äußerte sich gegenüber der New York Times positiv über Bondi: „Justizministerin Pam Bondi ist eine wunderbare Person und sie leistet gute Arbeit.“ Ein Sprecher Bondis verwies auf diese Aussage und betonte, dass noch keine endgültige Entscheidung getroffen worden sei. Verbündete der Ministerin verwiesen zudem auf Fotos von ihr und dem Präsidenten, die am Mittwoch gemeinsam zum Obersten Gerichtshof reisten.
Bondi wäre zweite entlassene Ministerin in diesem Jahr
Sollte es zur Entlassung kommen, wäre Bondi bereits die zweite Ministerin, die Trump in diesem Jahr feuert. Im März hatte er Heimatschutzministerin Kristi Noem entlassen und Senator Markwayne Mullin aus Oklahoma als Nachfolger nominiert. Einige Regierungsbeamte gaben an, dass Trumps Haltung sich in den letzten Wochen geändert habe. Die reibungslose Entfernung von Noem habe den Präsidenten offenbar ermutigt, weitere personelle Veränderungen vorzunehmen.
Die Situation bleibt angespannt, während in Washington über die Zukunft der Justizministerin spekuliert wird. Die widersprüchlichen Aussagen und Signale deuten auf erhebliche Spannungen innerhalb der Regierung hin.



